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Damit's fürs Alter reicht

Wege aus der Rentenlücke

von Joanna Michna

"Frauen kümmern sich zu wenig um ihre Finanzen", sagt Börsenexpertin Cornelia Frey. Sie bekommen deutlich weniger Rente als Männer. Vielen droht Armut im Alter. Doch dem lässt sich vorbeugen.

Videolänge:
30 min
Datum:
24.06.2021
:
UT - DGS
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.04.2023

Mit Mut und Tatkraft kämpfen Frauen gegen die Ungleichheit. Noch sind sie im Nachteil - durch Erziehungszeiten, Teilzeitjobs und geringere Gehälter. Die Folge: 40 Prozent weniger Rente im Vergleich zu Männern in Westdeutschland. Doch jede Frau kann das ändern.

Nicole G. nimmt ihre Altersvorsorge jetzt selbst in die Hand. Frisch getrennt, hat die alleinerziehende Mutter eines gleich gelernt: Ein Mann ist keine Altersvorsorge. "Man hat einen Lebensstandard gehabt mit einem Doppelverdiener-Haushalt, der wird so in der Form nicht mehr möglich sein", sagt die 33-Jährige. Sie arbeitet als Beamtin in Stuttgart - in Teilzeit. Nicole muss rechnen. Und deshalb traut sie sich etwas, das sie vorher nie in Betracht gezogen hätte: Sie kauft Aktien. "Das ist mittlerweile so einfach", sagt Xenia Borger. "Man kann mit ganz kleinen Beträgen starten und an der Börse investieren." Sie muss es wissen, denn sie ist die Vorständin der Dagobertas: So nennt sich ihr Frauenfinanzverein, und Nicole ist neu dabei.

Für die 81-jährige Antje Kocea ist es zu spät zum Vorsorgen. Doch sie hat nach dem Tod ihres Mannes keine Abstriche an ihrem Lebensstandard machen müssen. Sie hat ihr monatliches Einkommen aufgestockt und ihr Haus zur Rente gemacht. 800 Euro kommen so zusätzlich aufs Konto. Und ausziehen aus ihrem Zuhause musste sie auch nicht. "Das ist so eine tolle Sache", sagt Kocea. Die Immobilienverrentung funktioniert so: Eine Stiftung kaufte ihr Eigenheim. Dafür erhält sie ein lebenslanges Wohnrecht und - statt einmalig den Marktwert - eine monatliche Rente. Das Haus gehört jetzt der Stiftung. Ein Vorteil: Sie übernimmt die Instandhaltung. Ein Nachteil: Mögliche Erb*innen gehen leer aus. In Frankreich ist dieses Modell weiter verbreitet als bislang in Deutschland. Doch ein Drittel der Immobilienbesitzer*innen hat finanzielle Sorgen im Alter. So könnten sie flüssig bleiben.

Nach 16 Jahren als Hausfrau und Mutter will Christina Oswald wieder arbeiten, denn die gelernte Bankkauffrau sorgt sich um ihre Rente. Für Frauen wie die 49-Jährige ist das Projekt "Frau und Beruf" gedacht. Mit Geldern des EU-Sozialfonds soll es Wiedereinsteigerinnen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt erleichtern. Denn Vorsorgen für die Zukunft - das braucht Eigeninitiative, aber auch Unterstützung aus der Politik und von Unternehmen.

Nach 16 Jahren als Hausfrau und Mutter will Christina Oswald wieder arbeiten, denn die gelernte Bankkauffrau sorgt sich um ihre Rente. Für Frauen wie die 49-Jährige ist das Projekt "Frau und Beruf" gedacht. Mit Geldern des EU-Sozialfonds soll es Wiedereinsteigerinnen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt erleichtern. Denn Vorsorgen für die Zukunft - das braucht Eigeninitiative, aber auch Unterstützung aus der Politik und von Unternehmen.

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