Sie sind hier:

Faire Ferien

Reisen mit gutem Gewissen

von Annette von Donop

Viele Menschen möchten sich umweltbewusst verhalten, kaufen im Biomarkt ein oder beziehen Ökostrom. Aber funktioniert Nachhaltigkeit auch auf Reisen? Geht das überhaupt?

Beitragslänge:
30 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.04.2020

Sanfter Tourismus beginnt mit einer klimafreundlichen Anreise zur Unterkunft. Die Bahn hat eine deutlich bessere C02-Bilanz als das Auto oder das Flugzeug. Auch Hotels könnten viel mehr tun, damit Urlaub mit gutem Gewissen möglich ist.

Reisen ohne Flugzeug: Im Jahr 2018 verpflichteten sich 50 000 Schweden dazu und schlossen sich der "We stay on the ground"-Kampagne an: Sie bleiben auf dem Boden. Eine von ihnen ist die Reisebloggerin Evelina. Die 26-Jährige genießt ihre neue Reisegeschwindigkeit und will mit gutem Beispiel vorangehen. "Es ist ein viel befriedigenderes Gefühl - wie, wenn man einen Berg zu Fuß erklommen hat, statt die Gondel zu nehmen." Mit Bus, Bahn und minimalem Gepäck bereist Evelina heute Europa und die Welt.

zertifizierte Hotels und Reiseveranstalter auf der ganzen Welt

Doch was bedeutet nachhaltiger Tourismus abgesehen von der klimafreundlichen Anreise? Angela Giraldo, gebürtige Peruanerin und Chefin des Siegels "Tour Cert", zertifiziert Hotels und Reiseveranstalter auf der ganzen Welt. Ihr Ziel ist es, Nachhaltigkeit messbar zu machen: Wie hoch sind Wasserverbrauch, Emissionen und Abfallmengen, welche Chemikalien werden zur Reinigung benutzt? Neben den Umweltaspekten wird auch kontrolliert, ob die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter - egal ob in Deutschland oder im Ausland - fair sind. Viele Kunden des Siegels befinden sich in Südamerika. Dort kommt man zwar nur mit dem Flugzeug hin. Aber schließlich gibt es ja auch die Möglichkeit, CO2-Ausgleichszahlungen zu leisten, mit denen Klimaschutz-Projekte unterstützt werden.

Albergo Diffuso in Unterfranken

Alte Häuser restaurieren und den Tourismus auch in kleine, abgelegene Orte bringen: Das ist das Konzept von "Albergo Diffuso". Darunter versteht man Unterkünfte, die in die Dorfgemeinschaft integriert sind - als Alternative zum Massentourismus. Die Besucher sollen mit Einheimischen ins Gespräch kommen, der Marktplatz ersetzt praktisch die Hotellobby. Die Idee stammt aus Italien und ist jetzt auch in Deutschland angekommen. Dort bemüht sich das unterfränkische Mainbernheim gerade, möglichst viele private und kommunale Gebäude für einen sanften Tourismus umzugestalten.

Für die Produktion von "Faire Ferien" hat sich auch das "plan b"-Team entschlossen, etwas zu ändern. Zu den Drehorten in Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Italien ging es mit der Bahn. Für den Transport der Kameraausrüstung wurden nach Möglichkeit vor Ort Elektroautos oder Lastenfahrräder ausgeliehen, der CO2-Ausstoß bei zwei Flügen wurde über Ausgleichszahlungen kompensiert.

Sanfter Tourismus beginnt mit einer klimafreundlichen Anreise zur Unterkunft. Die Bahn hat eine deutlich bessere C02-Bilanz als das Auto oder das Flugzeug. Auch Hotels könnten viel mehr tun, damit Urlaub mit gutem Gewissen möglich ist.

Reisen ohne Flugzeug: Im Jahr 2018 verpflichteten sich 50 000 Schweden dazu und schlossen sich der "We stay on the ground"-Kampagne an: Sie bleiben auf dem Boden. Eine von ihnen ist die Reisebloggerin Evelina. Die 26-Jährige genießt ihre neue Reisegeschwindigkeit und will mit gutem Beispiel vorangehen. "Es ist ein viel befriedigenderes Gefühl - wie, wenn man einen Berg zu Fuß erklommen hat, statt die Gondel zu nehmen." Mit Bus, Bahn und minimalem Gepäck bereist Evelina heute Europa und die Welt.

Doch was bedeutet nachhaltiger Tourismus abgesehen von der klimafreundlichen Anreise? Angela Giraldo, gebürtige Peruanerin und Chefin des Siegels "Tour Cert", zertifiziert Hotels und Reiseveranstalter auf der ganzen Welt. Ihr Ziel ist es, Nachhaltigkeit messbar zu machen: Wie hoch sind Wasserverbrauch, Emissionen und Abfallmengen, welche Chemikalien werden zur Reinigung benutzt? Neben den Umweltaspekten wird auch kontrolliert, ob die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter - egal ob in Deutschland oder im Ausland - fair sind. Viele Kunden des Siegels befinden sich in Südamerika. Dort kommt man zwar nur mit dem Flugzeug hin. Aber schließlich gibt es ja auch die Möglichkeit, CO2-Ausgleichszahlungen zu leisten, mit denen Klimaschutz-Projekte unterstützt werden.

Alte Häuser restaurieren und den Tourismus auch in kleine, abgelegene Orte bringen: Das ist das Konzept von "Albergo Diffuso". Darunter versteht man Unterkünfte, die in die Dorfgemeinschaft integriert sind - als Alternative zum Massentourismus. Die Besucher sollen mit Einheimischen ins Gespräch kommen, der Marktplatz ersetzt praktisch die Hotellobby. Die Idee stammt aus Italien und ist jetzt auch in Deutschland angekommen. Dort bemüht sich das unterfränkische Mainbernheim gerade, möglichst viele private und kommunale Gebäude für einen sanften Tourismus umzugestalten.

Für die Produktion von "Faire Ferien" hat sich auch das "plan b"-Team entschlossen, etwas zu ändern. Zu den Drehorten in Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Italien ging es mit der Bahn. Für den Transport der Kameraausrüstung wurden nach Möglichkeit vor Ort Elektroautos oder Lastenfahrräder ausgeliehen, der CO2-Ausstoß bei zwei Flügen wurde über Ausgleichszahlungen kompensiert.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.