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Festlich und fair

Von nachhaltigen Nüssen und Mandeln

von Frank Zintner

Mandeln, Walnüsse und Vanille sind begehrte Zutaten für unser Weihnachtsgebäck. Nur: Alle drei Produkte sind weit gereist und reifen oft unter sozial und ökologisch problematischen Bedingungen.

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29 min
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19.12.2019
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UT
Video verfügbar bis 18.12.2020

Die Farmer profitieren nur wenig von den hohen Vanillepreisen und der Mandelanbau verschwendet riesige Mengen Wasser. Es gibt aber Menschen, die mit geringen Mitteln und großem Engagement das scheinbar Unmögliche möglich machen – Grüne und faire Weihnachtsgenüsse.

Stefan Wissert und Andréa Ralisendra sind ein deutsch-madagassisches Paar. Andréas Familie in Madagaskar lebt vom Vanilleanbau. Obwohl Vanille das zweitteuerste Gewürz der Welt ist, sind die meisten Vanillebauern bettelarm. Reich werden die vielen Zwischenhändler. Deshalb wollen Stefan und Andréa den Handel selbst in die Hand nehmen. Sie lassen sich direkt aus Madagaskar eine Lieferung schicken, um sie hier per Webshop zu verkaufen. Der Gewinn wird unter allen gleich aufgeteilt - fair trade dank Familiennetzwerk.

Walnüsse aus Brandenburg

Walnüsse wuchsen einst üppig in Mitteleuropa, doch mehr und mehr dominierten die billigeren Importe aus den USA und Chile den Markt. Das will Vivian Böllersen ändern. Und tatsächlich ihre selbstgepflanzte Walnussplantage im Brandenburgischen gedeiht. Bis die Bäume auch Nüsse tragen, vergeht aber noch etwas Zeit. Was tun? Ganz einfach: Sie sammelt Walnüsse aus den Gärten von Nachbarn und Streuobstwiesen. Sie knackt sie eigenhändig in einer kleinen Manufaktur auf. Inzwischen ist ein hippes Berliner Restaurant auf Vivian Böllersen aufmerksam geworden. Der Chefkoch, ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern, will mit der jungen Ökobäuerin zusammenarbeiten, auf der Suche nach der perfekten heimischen Walnuss. Und sie träumt von einer Renaissance des deutschen Wallnussgeschäfts.

Mandelanbau mit ausgeklügelter Bewässerung

Ramón Alarcón liebt Mandeln und baut sie im großen Stil an. Doch Mandelbäume brauchen extrem viel Wasser, ein kostbares Gut in der Halbwüste Südspaniens. Deshalb hat sich Alarcón - im Hauptberuf Architekt - eine geniale Lösung einfallen lassen. Seine Mandeln verbrauchen dank ausgeklügelter Bewässerung nur ein Zehntel des Wassers des konventionelle Mandelanbaus. Kurz vor Weihnachten hat Alarcón Stress, er muss seine Ernte aufknacken und aufbereiten lassen, sie verpacken und zu seinen deutschen Abnehmern schicken. In Deutschland angekommen, landen seine umweltfreundlich gewachsenen Mandeln in einer Bio-Bäckerei und werden zu leckeren Lebkuchen mit ökologisch korrekt erzeugten Mandeln.

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