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Gemeinsam statt einsam

vom heilsamen Miteinander

von Eva Münstermann und Frédérique Veith

Nie war es leichter, sich zu vernetzen, als heute. Trotzdem fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Das hat gravierende Folgen: Chronische Einsamkeit kann im schlimmsten Fall krank machen.

Beitragslänge:
30 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.02.2020

Die Gründe für Einsamkeit sind so vielschichtig wie das Gefühl selbst. Aber auch die Ideen gegen Vereinsamung sind zahlreich: "plan b" zeigt inspirierende Initiativen und auch, wie starke Persönlichkeiten mit der Einsamkeit umgehen.

Neu in der Stadt und ohne Freunde oder Familie? Für viele Berufsanfänger zwischen 20 und 30 ist das trauriger Alltag. Abhilfe versprechen Freundschafts-Apps wie "25friends": Sie bringen Fremde zur gemeinsamen Freizeitgestaltung zusammen. In Hamburg geht Neuankömmling Christian Adis per App auf die Suche nach Freunden.

soziales Miteinander auf Rezept in Großbritannien

Inzwischen beschäftigt sich auch die Politik mit den Risiken sozialer Isolation: Großbritannien gründete bereits ein Ministerium für Einsamkeit. Die Regierung setzt auf innovative Gesundheitsinitiativen: Allgemeinärzte sollen neben der medizinischen Hilfe auch soziales Miteinander als Heilmittel anbieten. Eine Vorreiterin des "social prescribing" ist die Ärztin Helen Kingston im südenglischen Frome. Schon seit 2013 bindet sie ihre Patienten in ein eng geknüpftes Netz aus professionellen und ehrenamtlichen Hilfsangeboten ein.

Nachbarschaftshilfe per Zeitkonto in der Schweiz

Im Schweizer Kanton Zug setzt Susanna Fassbind auf Nachbarschaftshilfe per Zeitkonto. Mit der Genossenschaft KISS baut sie soziale Netzwerke vor Ort auf. Die kleinen Gefälligkeiten von Nachbar zu Nachbar werden nicht mit Geld entlohnt, sondern mit Zeit - einem besonders kostbaren Gut. Die Mitglieder dokumentieren ihren Aufwand und können dafür später selbst Hilfe von Genossen in Anspruch nehmen. Eine nachhaltige und effektive Idee, die auch in anderen Kantonen Schule macht.

Die Gründe für Einsamkeit sind so vielschichtig wie das Gefühl selbst. Aber auch die Ideen gegen Vereinsamung sind zahlreich: "plan b" zeigt inspirierende Initiativen und auch, wie starke Persönlichkeiten mit der Einsamkeit umgehen.

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Inzwischen beschäftigt sich auch die Politik mit den Risiken sozialer Isolation: Großbritannien gründete bereits ein Ministerium für Einsamkeit. Die Regierung setzt auf innovative Gesundheitsinitiativen: Allgemeinärzte sollen neben der medizinischen Hilfe auch soziales Miteinander als Heilmittel anbieten. Eine Vorreiterin des "social prescribing" ist die Ärztin Helen Kingston im südenglischen Frome. Schon seit 2013 bindet sie ihre Patienten in ein eng geknüpftes Netz aus professionellen und ehrenamtlichen Hilfsangeboten ein.

Im Schweizer Kanton Zug setzt Susanna Fassbind auf Nachbarschaftshilfe per Zeitkonto. Mit der Genossenschaft KISS baut sie soziale Netzwerke vor Ort auf. Die kleinen Gefälligkeiten von Nachbar zu Nachbar werden nicht mit Geld entlohnt, sondern mit Zeit - einem besonders kostbaren Gut. Die Mitglieder dokumentieren ihren Aufwand und können dafür später selbst Hilfe von Genossen in Anspruch nehmen. Eine nachhaltige und effektive Idee, die auch in anderen Kantonen Schule macht.

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