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Jogging im Matheunterricht

Wie unsere Kinder schlank bleiben können

Gesellschaft | plan b - Jogging im Matheunterricht

In Deutschland ist jedes sechste Kind zu dick. Im Alter drohen Krankheiten wie Diabetes oder Herzinfarkt. "plan b" zeigt, wie wir unseren Nachwuchs von Anfang an schützen können.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.02.2019, 18:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Sport quer durch alle Fächer

Im finnischen Seinäjoki müssen die Schüler auch in Mathe oder Bio sportliche Aufgaben erfüllen. Sie joggen durch die Flure und üben das Einmaleins im Handstand. Dazu kommt ein gesunder Speiseplan. Süßigkeiten sind verboten, sogar an Geburtstagen.

Alle essen das gleiche, ohne Ausnahme. Die Mahlzeiten werden vom Gesundheitsamt bezahlt - und bestimmt. Heute sind die Kinder messbar schlanker und fitter als noch vor sechs Jahren. Damals lebten rund um Seinäjoki Finnlands dickste Kinder.

Kampf dem Kinderspeck

In Deutschland sieht es in den meisten Regionen anders aus. Die Eltern entscheiden darüber, ob die Kinder am Schulessen teilnehmen oder nicht. Zwar liegen die Preise meistens unter fünf Euro, aber viele Eltern wollen das Geld einsparen und überlassen die Essenswahl ihren Kindern. Die bevorzugen Snacks und Süßes, die sie in der Cafeteria oder benachbarten Supermärkten kaufen.

In Deutschland leben die meisten Kinder mit Übergewicht in Mecklenburg-Vorpommern. Hier bringen schon kleine Schritte große Fortschritte: Seit Kurzem liefert in Rostock nur noch ein Betrieb für alle Schulen das gleiche Essen, und zwar nach strengen Standards: Fettarm, wenig Zucker und regionale Produkte sind vorgeschrieben. Anders als in Finnland, müssen die Schüler zwar bezahlen für eine Mahlzeit, aber immerhin gibt es ein gesundes Angebot.

Ernährung Teil des Schulunterrichts

Viel besser sieht es im schwäbischen Ort Michelfeld aus. Hier hat Bürgermeister Wolfgang Binnig alle politischen Entscheidungen unter die Prämisse gestellt, den Kindern vor Ort eine möglichst gesunde Entwicklung zu garantieren. Millionen wurden in Sportanlagen und Schulhöfe investiert. Jedes Kind bekommt einen Apfel pro Tag, Ernährung ist Teil des Schulunterrichts. Die Erfolge sind beeindruckend: Der Ort boomt, denn viele Eltern aus der näheren und weiteren Umgebung wollen in die 3000-Einwohner-Gemeinde ziehen. Der Bürgermeister musste jetzt einen Zuzugsstopp verhängen.

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