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Kein Schnee von gestern

Skigebiete denken um

von Julia Lösch

Der Schnee wird weniger, die Bedenken der Ski-Urlauber größer: Auch der Massentourismus in Wintersportgebieten, muss immer öfter sanftere Pfade einschlagen.

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29 min
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12.03.2020
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UT
Video verfügbar bis 11.03.2021

Denn umweltfreundliches Skifahren ist möglich. Das Villgratental in Tirol macht es seit Jahren vor und setzt vor allem auf das Naturerlebnis. Auch große Skigebiete wie Laax in der Schweiz oder Obertauern in Österreich denken um: Grüne Ideen für das weiße Vergnügen.

Laax, Flims, Falera gehört zu einem der fünf größten Skigebiete der Schweiz. Hier boomt der Massentourismus. Den die Verantwortlichen aber gleichzeitig so nachhaltig wie möglich lenken wollen. Schon seit 2010 arbeiten sie in Laax an einem "Greenstyle"-Konzept. Ziel ist es, das weltweit erste selbstversorgende, alpine Skigebiet zu werden. Bis 2030 soll der gesamte Energiebedarf durch regional produzierte und ausschließlich erneuerbare Energie abgedeckt werden. So gibt es Ranger und Wildhüter, die dafür sorgen, dass Tiere ungestört überwintern können und nicht von waghalsigen Freeridern aufgeschreckt werden. Auf ihren Wasserkreislauf sind sie hier besonders stolz: Der Kunstschnee wird in Laax zu 100 Prozent aus Wasser und kalter Luft hergestellt. Das Wasser kommt aus einem Speichersee, in den das Schmelzwasser im Frühling wieder zurückfließt. Der Strombedarf wird bereits jetzt komplett durch CO2-neutrale Wasserkraft aus der Schweiz und Energie aus eigenen Solaranlagen am Berg abgedeckt.

Entschleunigung im Villgratental

Während sie in den 1970 Jahren noch von allen Seiten belächelt wurden, lachen sie heute selbst, erzählt Christof Schett, Tourenanbieter aus dem Villgratental. Das abgelegene Tal in Osttirol ist bekannt geworden mit dem Spruch: "Kommen Sie zu uns, wir haben nichts!" Die Region hat sich bereits vor 50 Jahren gegen Skilifte ausgesprochen, ist heute vor allem Mekka für Ski-Tourengeher, Wanderer oder "Entschleuniger", wie sie hier im Ort sagen. Uriges Handwerk, regionale und vor allem saisonale Küche und kleine Almhütten stehen hier im Vordergrund.

Energieautark im Wallis

Auch auf der Monte-Rosa-Hütte in Wallis wird moderne Nachhaltigkeit großgeschrieben – denn das moderne Schutzhaus auf knapp 3000 Metern ist zu 90 Prozent energieautark. Den Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage, die Wärme liefern Solarkollektoren, die unterhalb der Hütte in einer Felswand verankert sind. Eine Kleinstkläranlage reinigt das Abwasser. Damit wurde die Monte Rosa zum nachhaltigen Vorreiter für andere Hütten.

Im österreichischen Obertauern sollen bereits die Kleinen lernen, was einen bewussten Umgang mit der Natur ausmacht. Freeski-Profi Tobias Tritscher hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Rahmen der Initiative "Protect our Winters", jüngere Skikursteilnehmer in spielerischen Workshops über den Klimawandel, Umwelt und Nachhaltigkeit aufzuklären. Denn eins haben all die Visionäre hier gemeinsam: Sie wissen, dass es nur durch ein Umdenken sowie nachhaltiges Handeln möglich ist, den Schnee und die Berge zu retten.

Denn umweltfreundliches Skifahren ist möglich. Das Villgratental in Tirol macht es seit Jahren vor und setzt vor allem auf das Naturerlebnis. Auch große Skigebiete wie Laax in der Schweiz oder Obertauern in Österreich denken um: Grüne Ideen für das weiße Vergnügen.

Laax, Flims, Falera gehört zu einem der fünf größten Skigebiete der Schweiz. Hier boomt der Massentourismus. Den die Verantwortlichen aber gleichzeitig so nachhaltig wie möglich lenken wollen. Schon seit 2012 arbeiten sie in Laax an einem "Greenstyle"-Konzept. Ziel ist es, das weltweit erste selbstversorgende, alpine Skigebiet zu werden. Bis 2023 soll der gesamte Energiebedarf durch regional produzierte und ausschließlich erneuerbare Energie abgedeckt werden. So gibt es Ranger und Wildhüter, die dafür sorgen, dass Tiere ungestört überwintern können und nicht von waghalsigen Freeridern aufgeschreckt werden. Auf ihren Wasserkreislauf sind sie hier besonders stolz: Der Kunstschnee wird in Laax zu 100 Prozent aus Wasser und kalter Luft hergestellt. Das Wasser kommt aus einem Speichersee, in den das Schmelzwasser im Frühling wieder zurückfließt. Der Strombedarf wird bereits jetzt komplett durch CO2-neutrale Wasserkraft aus der Schweiz und Energie aus eigenen Solaranlagen am Berg abgedeckt.

Während sie in den 1970 Jahren noch von allen Seiten belächelt wurden, lachen sie heute selbst, erzählt Christof Schett, Tourenanbieter aus dem Villgratental. Das abgelegene Tal in Osttirol ist bekannt geworden mit dem Spruch: "Kommen Sie zu uns, wir haben nichts!" Die Region hat sich bereits vor 50 Jahren gegen Skilifte ausgesprochen, ist heute vor allem Mekka für Ski-Tourengeher, Wanderer oder "Entschleuniger", wie sie hier im Ort sagen. Uriges Handwerk, regionale und vor allem saisonale Küche und kleine Almhütten stehen hier im Vordergrund.

Auch auf der Monte-Rosa-Hütte in Wallis wird moderne Nachhaltigkeit großgeschrieben – denn das moderne Schutzhaus auf knapp 3000 Metern ist zu 90 Prozent energieautark. Den Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage, die Wärme liefern Solarkollektoren, die unterhalb der Hütte in einer Felswand verankert sind. Eine Kleinstkläranlage reinigt das Abwasser. Damit wurde die Monte Rosa zum nachhaltigen Vorreiter für andere Hütten.

Im österreichischen Obertauern sollen bereits die Kleinen lernen, was einen bewussten Umgang mit der Natur ausmacht. Freeski-Profi Tobias Tritscher hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Rahmen der Initiative "Protect our Winters", jüngere Skikursteilnehmer in spielerischen Workshops über den Klimawandel, Umwelt und Nachhaltigkeit aufzuklären. Denn eins haben all die Visionäre hier gemeinsam: Sie wissen, dass es nur durch ein Umdenken sowie nachhaltiges Handeln möglich ist, den Schnee und die Berge zu retten.

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