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Kunden an die Macht

Hand in Hand mit dem Handel

von Saskia Heim

Rund 300 Euro im Monat geben wir Deutschen allein für Lebensmittel aus. Doch was im Korb landet, bestimmt der Handel. Muss das so sein? "plan b" schaut über den Rand des Einkaufskorbs.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.05.2020

Vieles, was wir täglich konsumieren, belastet die Umwelt oder beutet Menschen aus, Lieferketten sind oft undurchsichtig. Immer mehr Menschen wollen das so nicht länger akzeptieren und suchen nach Lösungen für einen ökologischen, sozialen und transparenten Konsum.

Rentner Dieter Tank ist zurück in seine Heimatstadt Blender gezogen. Und stellt fest: Heute gibt es hier keinen Supermarkt mehr, keinen Metzger. Von einem Wochenmarkt ganz zu schweigen. Schlecht für die Bewohner – und die Umwelt. "Wenn 1000 Haushalte wöchentlich 20 Kilometer fahren müssen, um an Lebensmittel zu kommen, dann verursacht das einen riesigen CO2- Ausstoß", sagt Dieter Tank. Der Rentner beginnt zu recherchieren - und landet ausgerechnet bei einem Online-Lieferanten: Zusammen mit dem Online-Supermarkt "myEnso" ruft er einen kleinen Wochenmarkt ins Leben, wo sich die Bewohner bei Kaffee und Kuchen die zuvor bestellten Lebensmittel abholen können.

Orangen vom eigenen Baum aus dem spanischen Bétera

Wer sicher sein will, dass seine Orangen ökologisch angebaut und pflückfrisch auf dem Teller landen, adoptiert einen eigenen Orangenbaum im spanischen Bétera und bekommt sie nach der Ernte nach Hause geliefert. Eigentlich wollten die Orangenbauern Gabriel und Gonzalo Urculo mit ihrer Idee vor allem das Erbe ihres Großvaters retten. Heute bekommen die Brüder beinahe wöchentlich Besuch von einem ihrer 10 000 Baumpaten, die nicht nur die Transparenz des Lieferprozesses, sondern auch den persönlichen Kontakt wertschätzen.

Bezahlbare Bio-Produkte vom kooperativen Supermarkt in Bordeaux

Die Französin Anne Monloubou hat wenig Geld. Trotzdem will sie sich und ihre Kinder gut ernähren, am liebsten in Bio-Qualität. Nach fünf Jahren harter Arbeit hat sie den ersten kooperativen Supermarkt von Bordeaux gegründet: Wer hier Mitglied wird, verpflichtet sich zu drei Stunden Mitarbeit im Monat. Und zahlt dafür viel weniger für die hochwertigen Bioprodukte. 1000 Mitglieder sind schon dabei. "Das hier ist aber mehr als ein Supermarkt", erklärt Anne Monloubou stolz. "Hier bin ich unter Freunden, die Atmosphäre ist unbeschreiblich. Das hat nichts mit dem anonymen Einzelhandel zu tun, den wir kennen."

Vieles, was wir täglich konsumieren, belastet die Umwelt oder beutet Menschen aus, Lieferketten sind oft undurchsichtig. Immer mehr Menschen wollen das so nicht länger akzeptieren und suchen nach Lösungen für einen ökologischen, sozialen und transparenten Konsum.

Rentner Dieter Tank ist zurück in seine Heimatstadt Blender gezogen. Und stellt fest: Heute gibt es hier keinen Supermarkt mehr, keinen Metzger. Von einem Wochenmarkt ganz zu schweigen. Schlecht für die Bewohner – und die Umwelt. "Wenn 1000 Haushalte wöchentlich 20 Kilometer fahren müssen, um an Lebensmittel zu kommen, dann verursacht das einen riesigen CO2- Ausstoß", sagt Dieter Tank. Der Rentner beginnt zu recherchieren - und landet ausgerechnet bei einem Online-Lieferanten: Zusammen mit dem Online-Supermarkt "myEnso" ruft er einen kleinen Wochenmarkt ins Leben, wo sich die Bewohner bei Kaffee und Kuchen die zuvor bestellten Lebensmittel abholen können.

Wer sicher sein will, dass seine Orangen ökologisch angebaut und pflückfrisch auf dem Teller landen, adoptiert einen eigenen Orangenbaum im spanischen Bétera und bekommt sie nach der Ernte nach Hause geliefert. Eigentlich wollten die Orangenbauern Gabriel und Gonzalo Urculo mit ihrer Idee vor allem das Erbe ihres Großvaters retten. Heute bekommen die Brüder beinahe wöchentlich Besuch von einem ihrer 10 000 Baumpaten, die nicht nur die Transparenz des Lieferprozesses, sondern auch den persönlichen Kontakt wertschätzen.

Die Französin Anne Monloubou hat wenig Geld. Trotzdem will sie sich und ihre Kinder gut ernähren, am liebsten in Bio-Qualität. Nach fünf Jahren harter Arbeit hat sie den ersten kooperativen Supermarkt von Bordeaux gegründet: Wer hier Mitglied wird, verpflichtet sich zu drei Stunden Mitarbeit im Monat. Und zahlt dafür viel weniger für die hochwertigen Bioprodukte. 1000 Mitglieder sind schon dabei. "Das hier ist aber mehr als ein Supermarkt", erklärt Anne Monloubou stolz. "Hier bin ich unter Freunden, die Atmosphäre ist unbeschreiblich. Das hat nichts mit dem anonymen Einzelhandel zu tun, den wir kennen."

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