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Lasst die Städte leben!

Wie Citys attraktiver werden

von Arne Sinnwell und Katja-Christiane Vogler

Wer vermisst sie nicht: nette Läden im Stadtzentrum? Doch viele geben auf wegen der Konkurrenz von Online-Handel und Shoppingcentern. Lebendige Citys statt toter Innenstädte, das wär's!

Beitragslänge:
25 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.11.2020

In ganz Europa erobern sich Menschen ihre Stadtzentren zurück – unterstützt von engagierten Bürgermeistern, visionären Stadtplanerinnen oder ideenreichen Bürgern. Schöne Plätze laden zum Verweilen ein. Ein buntes Angebot an Geschäften lockt Kunden in die City.

Ein buntes Treiben in der Stadt – nirgendwo in Deutschland wird dafür so konsequent umgebaut wie in Kiel. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer will seine Vision in die Tat umsetzen: "Ich glaube, dass eine Stadt ein emotionales Zentrum braucht. Wenn man Freunden oder der Verwandtschaft Kiel zeigen will, fährt man mit denen sicher nicht ins Einkaufszentrum auf die grüne Wiese." Das Herzstück: der Kleine Kiel-Kanal, der der Stadt am Wasser mehr Flair und Lebenslust einhauchen soll. Auch wenn der Umbau noch nicht fertig ist, zeigt er bereits Wirkung: Der alte Bootshafen ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden, über 50 neue Geschäfte und mehrere Hotels werden bald in der Innenstadt eröffnen, und Hunderte neue Mieter leben dort bereits.

Von einer eigenen Boutique mitten in Paris hat Alexandra Delaporte immer geträumt. Doch die hohen Mieten in City-Lage haben sie abgeschreckt. Das Risiko war zu groß. Jetzt aber bekommt die Französin unerwartet ihre große Chance. Vier Wochen lang darf sie ausprobieren, ob ihr Ladenkonzept aufgeht - für eine kleine Miete im "Testeur de Commerce", einem sogenannten Testladen der Stadt. Wenn es klappt, wird aus der Probe ihr eigenes, dauerhaftes Geschäft. Eine zusätzliche Attraktivität für das Stadtviertel – und eine Win-win-Situation für Alexandra und für Paris.

Die Dänen Jan Gehl und Camilla van Deurs sind so etwas wie Stars unter den Stadtplanern. Ihre Devise: Der Mensch gehört auf die Straße. Raus aus den Häusern, raus aus den Autos. Fahrradfahrer und Fußgänger haben in Kopenhagen oberste Priorität, der Platz für Autos wird verknappt. Kleine Ruheinseln, kostenlose Hafenbäder, grüne Flanierstraßen, breite Radwege – in jedem Stadtviertel wird genau das angelegt, was die Menschen dort brauchen. "Die Stadt um Radfahrer und Fußgänger herum zu bauen, ist unendlich viel billiger, als sie um Autos herum zu bauen", das ist das Credo der beiden Architekten. Und so haben Jan Gehl und Camilla van Deurs Kopenhagen zu einer der lebenswertesten Städte der Welt gemacht.

Testläden in Paris - Win-Win-Situation für Boutiquenbetreiber und das Stadtviertel

Von einer eigenen Boutique mitten in Paris hat Alexandra Delaporte immer geträumt. Doch die hohen Mieten in City-Lage haben sie abgeschreckt. Das Risiko war zu groß. Jetzt aber bekommt die Französin unerwartet ihre große Chance. Vier Wochen lang darf sie ausprobieren, ob ihr Ladenkonzept aufgeht - für eine kleine Miete im "Testeur de Commerce", einem sogenannten Testladen der Stadt. Wenn es klappt, wird aus der Probe ihr eigenes, dauerhaftes Geschäft. Eine zusätzliche Attraktivität für das Stadtviertel – und eine Win-win-Situation für Alexandra und für Paris.

Lebenswerte Großstadt - durch geschickte Stadtplanung

Die Dänen Jan Gehl und Camilla van Deurs sind so etwas wie Stars unter den Stadtplanern. Ihre Devise: Der Mensch gehört auf die Straße. Raus aus den Häusern, raus aus den Autos. Fahrradfahrer und Fußgänger haben in Kopenhagen oberste Priorität, der Platz für Autos wird verknappt. Kleine Ruheinseln, kostenlose Hafenbäder, grüne Flanierstraßen, breite Radwege – in jedem Stadtviertel wird genau das angelegt, was die Menschen dort brauchen. "Die Stadt um Radfahrer und Fußgänger herum zu bauen, ist unendlich viel billiger, als sie um Autos herum zu bauen", das ist das Credo der beiden Architekten. Und so haben Jan Gehl und Camilla van Deurs Kopenhagen zu einer der lebenswertesten Städte der Welt gemacht.

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