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Nachhaltig ins Haus

Ideen für besseren Onlinehandel

von Yves Schurzmann

Bequem vom Sofa aus im Internet shoppen - Onlinehandel macht's möglich. Die Folge: Unmengen von Verpackungsmüll, Lieferfahrzeuge verstopfen die Straßen, und in den Städten gehen Läden pleite.

Videolänge:
30 min
Datum:
31.12.2020
:
UT - DGS
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.12.2022

Durch die Corona-Krise kaufen nun noch mehr Menschen im Internet ein. Unternehmen nutzen die Online-Lieferung, um sich über Wasser zu halten. Wie das auch nachhaltig geht, zeigt "plan b".

Matti Schönenbrücher ist in Bad Honnef bekannt wie der sprichwörtliche "bunte Hund". Denn jeden Tag fährt die 54-Jährige mit ihrem Elektro-Lastenrad durch die Kleinstadt im Rheinland. Sie liefert alles aus, was die Einzelhändler vor Ort im Angebot haben - vom Brötchen bis zum Jackett. Vom "Kiezlädchen" aus leiten Johanna Högner und Andrea Hauser das Projekt. Die Mission des Kiezkaufhauses: die Bad Honnefer und die regionalen Einzelhändler beim Onlineshopping zusammenzubringen, um dadurch eine lebendige Innenstadt zu bewahren.

Der florierende Onlinehandel ist auch an den bis zum Rand gefüllten Mülltonnen der deutschen Haushalte sichtbar. Lässt sich dieser Müll nicht durch ein Mehrwegsystem vermeiden? Was mit Pfandflaschen funktioniert, muss doch auch mit Verpackungen gehen, dachten sich ein paar schlaue Finnen: RePack heißen ihre über 20-fach wiederverwendbaren Verpackungen, die der Hamburger Christof Trowitz jetzt auch in Deutschland etablieren will.

Tobias Åbonde und Erik Wastesson aus Stockholm erkannten, dass alle großen Städte die gleichen Probleme haben: Immer mehr Versandwaren werden rein- und wieder rausgebracht. Dabei sorgen die Zustellfahrzeuge für Staus und schlechte Luft. Åbonde arbeitet für einen Lieferdienst, Wastesson für die Müllabfuhr. Die beiden Schweden dachten sich: Warum kombinieren wir das nicht einfach?

Jetzt werden in der Innenstadt von Stockholm Pakete mit Elektrofahrzeugen ausgeliefert und gleichzeitig Papier, Pappe und Verpackungen eingesammelt. Was einfach klingt, braucht eine gemeinsame Infrastruktur und viel politischen Willen. Kann das Projekt "Geliebte Stadt" zum Vorbild für Städte auch außerhalb von Schweden werden?

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