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Natürlich schön

Kosmetik neu gedacht

von Anna Renk

Creme, Deo, Lippenstift: Was unter die Haut geht, kann gesundheitlich schaden. Verbraucherinnen und Verbraucher legen zunehmend Wert auf Naturkosmetik, nachhaltig verpackt und fair produziert.

Videolänge:
29 min
Datum:
18.02.2021
:
UT - DGS
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.02.2023

Herkömmliche Produkte enthalten häufig umstrittene Mineralöle oder Aluminiumsalze. Und die Verpackungen landen tonnenweise im Müll, belasten die Umwelt. Gute Gründe, Alternativen zu suchen. Wer das Geschäft mit der Schönheit verändert, kann viel bewirken.

"Ich hatte vor einigen Jahren große Hautprobleme, da habe ich angefangen, mich mit den Inhaltsstoffen in meinen Pflegeprodukten auseinanderzusetzen", sagt Marina Zubrod. Sie begann, zu experimentieren, und entdeckte Bienenwachs. Zwei Jahre später ist der wertvolle Inhaltsstoff die Basis ihrer eigenen Kosmetikprodukte. Ein Riesenerfolg, nicht nur in ihrem Onlineshop. Inzwischen vertreibt eine große Drogeriekette die Kosmetik aus dem kleinem Kellerlabor in Hamburg. Matica ist eines von zahlreichen jungen Start-ups, die in die Branche drängen. Nachhaltigkeit ist ein gut gehender Lifestyle.

Der Boom treibt auch ein 100 Jahre altes Traditionsunternehmen an. Damals schon produzierte es natürliche Schönheitsprodukte und anthroposophische Heilmittel. Heute ist Weleda einer der Weltmarktführer bei zertifizierter Naturkosmetik. Doch auch der Vorreiter der Branche tüftelt bei einem Trend genau wie alle anderen. "Wir wollen weg von dem dicken, alten Plastik", sagt Bernhard Irrgang, Leiter des Entwicklungslabors. Denn Kunststoff kann in der Regel nur einmal für Kosmetik benutzt werden, es gelten strenge Hygienerichtlinien. Doch auf recyclebare Behälter aus Glas umzusteigen, ist gar nicht so einfach. Behält die Körpercreme ihre Konsistenz und ihren Duft, wenn Licht durch die Verpackung dringt? Kann Glas die Plastikdose ersetzen und die natürlichen Inhaltsstoffe hinreichend schützen?

Das Öl der Macadamianuss ist sehr begehrt für die Hautpflege in der Naturkosmetik. Ihretwegen ist Matti Spiecker aus dem bayerischen Herrsching nach Kenia gekommen: "Ich wollte eine Organisation aufbauen, um den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die nicht so privilegiert sind wie die Menschen in Deutschland, ein besseres Leben zu ermöglichen." Und genau das hat er mit LIMBUA geschafft. 500 Tonnen Macadamias exportiert das Unternehmen pro Jahr in die ganze Welt. Catherine Wangiri Mwaniki ist eine der inzwischen 5000 Bäuerinnen und Bauern, die die teuerste und fetthaltigste Nuss der Welt für LIMBUA anbauen. Früher konnte sie ihren Kindern weder genügend Essen noch Kleidung kaufen. Matti Spiecker zahlt für ihre Ernte fast das Doppelte des Marktpreises. Und er hat eine Fabrik aufgebaut und Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Faire Löhne, Bioqualität und umweltfreundliche Verpackungen: Wer beim Einkaufen darauf achtet, macht die Welt ein bisschen besser – auch durch die Wahl der Kosmetik.

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