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Neustart statt Ruhestand

Erfülltes Arbeiten im Alter

von Denise Dismer

Die Deutschen werden älter und bleiben länger gesund: 65-Jährige sind heute so fit wie 55-Jährige vor 50 Jahren. Sie können länger arbeiten und sollten es auch, um das Sozialsystem zu stützen.

Beitragslänge:
30 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.10.2020

Doch das ist nur möglich, wenn die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. "plan b" zeigt Ideen, wie das Arbeitsleben so umgestaltet werden kann, dass sowohl ältere Arbeitnehmer als auch Unternehmen davon profitieren.

Gerade wer Freude an der Arbeit hat, bleibt gern länger im Beruf. Und manche satteln noch einmal komplett um: Andrea Rosemann kündigt mit Ende 50 ihre sichere Stelle und gründet ein Mode-Label. Wie viele ältere Gründer bekommt auch sie keinen Kredit von der Bank. Deshalb will die Jungunternehmerin eine Crowdfunding-Kampagne starten, um die Kollektion der nächsten Saison zu finanzieren. In die Zukunft blickt Andrea Rosemann optimistisch, sie will ihr Unternehmen auch noch mit Ende 60 führen. "Wenn Plan A nicht funktioniert, dann funktioniert Plan B. Und ansonsten gibt es noch ganz viele weitere Buchstaben im Alphabet."

In Norwegen ist ein später Berufswechsel längst Normalität. Lkw-Fahrer Rolf Sørum startet als 64-jähriger Rentner eine neue Karriere als Busfahrer. Genau das Richtige für ihn: "Ich arbeite gern. Ich habe eben Hummeln im Hintern. Und ich finde es schön, unter Menschen zu sein." Der norwegische Staat erkannte vor einigen Jahren, dass immer mehr ältere Menschen im Arbeitsleben gehalten werden müssen, um den demografischen Wandel abzufedern. Mit einer großen Reform wurde das Rentensystem umgestaltet: Jetzt lohnt es sich für Senioren finanziell, wenn sie lange berufstätig bleiben. Und Unternehmen bemühen sich, die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer anzupassen.

In anderen europäischen Ländern gibt es weniger Unterstützung von offiziellen Stellen, dennoch sind immer mehr Ältere erwerbstätig. Die einen wollen die Rente aufbessern, andere haben Spaß an der Arbeit und wünschen sich soziale Kontakte. In Österreich hilft ein junges Start-up Senioren bei der Arbeitssuche. Der 71-jährige Techniker Richard Zlabinger hat so seinen Traumjob bei einer jungen Firma gefunden, die Exoskelette herstellt. "Ich bin ein Dinosaurier - eine aussterbende Rasse, aber dank meiner neuen Beschäftigung bin ich wieder am Ball. Das finde ich gut", sagt er.

Später Berufswechsel - in Norwegen Normalität

In Norwegen ist ein später Berufswechsel längst Normalität. Lkw-Fahrer Rolf Sørum startet als 64-jähriger Rentner eine neue Karriere als Busfahrer. Genau das Richtige für ihn: "Ich arbeite gern. Ich habe eben Hummeln im Hintern. Und ich finde es schön, unter Menschen zu sein." Der norwegische Staat erkannte vor einigen Jahren, dass immer mehr ältere Menschen im Arbeitsleben gehalten werden müssen, um den demografischen Wandel abzufedern. Mit einer großen Reform wurde das Rentensystem umgestaltet: Jetzt lohnt es sich für Senioren finanziell, wenn sie lange berufstätig bleiben. Und Unternehmen bemühen sich, die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer anzupassen.

Start-up für arbeitssuchende Senioren in Österreich

In anderen europäischen Ländern gibt es weniger Unterstützung von offiziellen Stellen, dennoch sind immer mehr Ältere erwerbstätig. Die einen wollen die Rente aufbessern, andere haben Spaß an der Arbeit und wünschen sich soziale Kontakte. In Österreich hilft ein junges Start-up Senioren bei der Arbeitssuche. Der 71-jährige Techniker Richard Zlabinger hat so seinen Traumjob bei einer jungen Firma gefunden, die Exoskelette herstellt. "Ich bin ein Dinosaurier - eine aussterbende Rasse, aber dank meiner neuen Beschäftigung bin ich wieder am Ball. Das finde ich gut", sagt er.

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