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Wie digitale Technik Senioren hilft

Gesellschaft | plan b - Oldies online

Die Familie wohnt weit weg, Freunde und Kollegen gibt es nicht mehr, und der Gang ins nächste Café wird immer beschwerlicher: Mit dem Alter kommt häufig die Einsamkeit.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.05.2019, 10:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Und unsere Gesellschaft wird immer älter. Muss sie deswegen auch immer einsamer werden? Eine Lösung: digitale Technik.

Gut vernetzt im Dorf

Im nordrhein-westfälischen Elsoff zeigen Forscher und Dorfbewohner gemeinsam, wie das aussehen kann: Hannelore Spies hält das Tablet auf die Bananen im Dorfladen und fragt Rosalinde Pfeil: "Sehen sie gut aus? Wie viele willst du?" Die Seniorin sitzt im heimischen Wohnzimmer und schüttelt den Kopf: "Nein, die habe ich noch zu Hause. Wie teuer ist das Kilo Paprika?" Via Livestream unterhalten sich die beiden Frauen. Rosalinde Pfeil würde den Weg in den Dorfladen nicht mehr zu Fuß schaffen.

Im nordrhein-westfälischen Elsoff zeigen Forscher und Dorfbewohner gemeinsam, wie das aussehen kann: Hannelore Spieß hält das Tablet auf die Bananen im Dorfladen und fragt Rosalinde Pfeil: "Sehen sie gut aus? Wie viele willst du?" Die Seniorin sitzt im heimischen Wohnzimmer und schüttelt den Kopf: "Nein, die habe ich noch zu Hause. Wie teuer ist das Kilo Paprika?" Via Livestream unterhalten sich die beiden Frauen. Rosalinde Pfeil würde den Weg in den Dorfladen nicht mehr zu Fuß schaffen.

Das Forschungsprojekt "Cognitive Village" der Uni Siegen setzt an verschiedenen Stellen in der Gemeinde an: vernetzte Wohnungen, die Angehörigen die Betreuung erleichtern, oder Fußböden, die Stürze registrieren. Ein Projekt, das Schule machen wird?

Nicht nur das gesellschaftliche Leben spielt eine Rolle. Viele Senioren wünschen sich, auch noch am Arbeitsleben teilhaben zu können. Der Grund scheint überraschend, denn meistens geht es dabei nicht ums Geld. "Viele Senioren haben einfach noch Spaß an der Arbeit und wollen weiterhin das Gefühl haben, gebraucht zu werden", sagt Altersforscherin Theresa Grüner aus München. Doch was, wenn der Körper nicht mehr mitmacht?

Mehr als 30 Jahre arbeitet Maj-Britt Lundqvist bereits als Tierpflegerin im nördlichsten Tierpark Schwedens. Im Winter füttert sie die Tiere nicht selten bei zweistelligen Minusgraden. Der Job ist nicht leicht, und doch ist er Maj-Britts Traumberuf. Wegen einer Arthrose in der rechten Hand hätte sie vor zwei Jahren beinahe in Frührente gehen müssen. Doch digitale Technik löste das Problem: Ein intelligenter Handschuh, gesteuert per App, gibt ihr nun neue Kraft in Fingern und Händen. "Ein Roboterhandschuh? Ich habe erst an 'Terminator' oder solche Filme gedacht", sagt die 61-jährige Schwedin und lacht. Mittlerweile gehört der Handschuh wie selbstverständlich zu ihrer Arbeitskleidung. Die Schmerzen sind weg, und Maj-Britt hofft, sich noch möglichst lange um "ihre" Tiere kümmern zu können.

"plan b" zeigt, wie digitale Technik älteren Menschen dabei helfen kann, dranzubleiben: am gesellschaftlichen, privaten und beruflichen Leben.

Teilhabe am Arbeitsleben

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