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Rares & Royales

Ein Herz für Schlösser

Gesellschaft | plan b - Rares & Royales

Die Königin kann es sich leisten: ihr Balmoral Castle. Elizabeths Sommerresidenz. Privatbesitz. Viele Schlossherren aber sind so klamm wie die Mauern ihres jahrhundertealten Erbes.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.05.2019, 10:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Was dann? Was, wenn ein Kulturschatz verfällt, weil es hineinregnet und der Besitzer kein neues Dach finanzieren kann? Crowdfunding, engagierte Stiftungen oder einfallsreiche Freiwillige: So bleibt vielerorts ein Stein auf dem anderen. Und unser aller Geschichte bewahrt.

Im schottischen Dörfchen Falkland steht ein Palast, nicht allzu weit von Balmoral. Seit dem 15. Jahrhundert diente er den schottischen Königen als Jagdsitz. 1539 wurde ein Ballspielplatz eingerichtet, der älteste seiner Art im ganzen Vereinigten Königreich. Vielleicht lernte Mary, Queen of Scots, hier das Tennisspiel? Oder sie bewunderte im prachtvollen Renaissance-Garten die Pfauen? Eins steht fest: Bald nach ihrer Hinrichtung verfiel der Palast, über 300 Jahre lang. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Garten als Kartoffelfeld genutzt.

Falkland Palace in Schottland

Kleine Geschichten, große Historie: Sie am Leben zu erhalten, hat sich der National Trust zur Aufgabe gemacht. Seit 1952 gehört Falkland Palace zu den Hunderten historischer Gebäude, um die sich die gemeinnützige Organisation kümmert, finanziert durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Eintrittsgelder. Ihre Mission: "Ein gemeinsames Erbe ist der Eckpfeiler einer jeden Kultur. Schützen wir zusammen diese Orte - für uns alle. Wer, wenn nicht wir?" Mit 4,1 Millionen Mitgliedern ist der National Trust die größte Organisation Europas für Kultur- und Naturschutz. Und Vorbild auch für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Schloss Blankenburg in Sachsen-Anhalt

Sie unterstützt, wo privates Vermögen und öffentliche Fördermittel nicht ausreichen. Wie beim Großen Schloss Blankenburg in Sachsen-Anhalt. Erstmals erwähnt 1123, im 18. Jahrhundert barocker Prachtbau der Welfen, zu DDR-Zeiten "Fachschule für den Binnenhandel". André Gast blutete das Herz, als er das Schloss sah. Ein undichtes Dach, Hausschwammbefall und Vandalismus hatten dem historischen Gemäuer schwer zugesetzt. Er gründete einen Verein. Rund 400 ehrenamtliche Mitstreiter hat er. Zusammen begleiten sie seit über zehn Jahren jetzt Bauabschnitt nach Bauabschnitt, planen Veranstaltungen und betreiben ein Café. Es herrscht wieder Leben im Schloss!

"plan b" stellt Initiativen - auch in Frankreich und Spanien - vor, die sich für die Rettung des europäischen Kulturerbes engagieren. Denn die alten Steine haben es in sich.

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