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Reparieren statt wegschmeißen

Wege aus dem Wegwerfwahn

von Christian Bock und Birgit Tanner

Die Waschmaschine streikt, der Drucker lahmt und der geliebte Thermomix liefert auch keine vernünftigen Ergebnisse mehr ab. Und nun – wegwerfen und neu kaufen? Oder lieber reparieren?

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT -
dgs
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.04.2021

Fast 840 000 Tonnen Elektro-Altgeräte entsorgen die Deutschen jedes Jahr. Das sind neun Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Viel zu viel, meint Detlev Vangerow aus Reutlingen, denn die meisten Geräte könnte man reparieren und weiter benutzen.

Deshalb hat Vangerow ein Unternehmen gegründet, das "Reparateure" ausbildet, vernetzt und mithilft, den alten Geräten zu mehr Lebenszeit zu verhelfen – oder sie sogar "besser als neu" zu machen: Röhrenradios aus grauer Vorzeit mit Musik-WLAN, Waschmaschinen mit Handysteuerung – alles ist denkbar. Vangerow ist auch politisch aktiv, er und seine Mitstreiter haben inzwischen erreicht, dass ab 2021 Hersteller sogenannter "weißer Ware", wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler grundsätzlich Ersatzteile auch an unabhängige Werkstätten liefern müssen.

Reparieren, recyceln, die Welt ein bisschen besser machen: Das ist der Anspruch der Londoner Produktdesignerin Jane Ní Dhulchaointigh. Ihre Erfindung mit dem Namen "Sugru" ist der erste Kleber der Welt, der es den Benutzern ermöglicht, kaputte Dinge so zu formen, dass sie wieder funktionieren. So werden zerbrochene Kaffeebecher oder verschlissene Computerkabel wieder nutzbar gemacht. Nach Angaben des Unternehmens hat die Fangemeinde das Produkt schon in 175 Ländern eingesetzt und mehr als 15 Millionen Dinge damit repariert.

In Belgien hat man bereits ein System, das Weiternutzen und Reparieren fördert: "De Kringwinkel". Wie in Deutschland werden auch in Belgien Elektronikgeräte, Kleidung, Fahrräder etc. gesammelt. Allerdings müssen die Belgier nicht auf einen Wertstoffhof fahren. Es genügt ein Anruf, und die Mitarbeiter von "De Kringwinkel" holen die Geräte ab, reparieren sie und verkaufen sie günstig. Die Ressourcen-Schonung steht an erster Stelle.

"plan b" zeigt, wie das Reparieren wieder attraktiv werden kann und alle davon profitieren: Verbraucher, Wirtschaft und Umwelt.

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