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Scharfblick und Fingerspitzengefühl

Mit Behinderung zum Traumjob

Gesellschaft | plan b - Scharfblick und Fingerspitzengefühl

Menschen mit Behinderung sind mehr als doppelt so häufig arbeitslos wie Menschen ohne Behinderung. Dabei müsste das gar nicht sein.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.09.2019, 17:35
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Viele sind gut ausgebildet und möchten sich auf dem ersten Arbeitsmarkt, unter ganz normalen Bedingungen, beweisen. Und manche können Dinge, die sonst niemand kann. "plan b" zeigt Menschen mit besonderen Fähigkeiten und Unternehmen, in denen die Inklusion bereits gelingt.

Dinge können, die sonst niemand kann

Die Berlinerin Steffi Gedenk ist von Geburt an fast blind. Dafür sind all ihre anderen Sinne extrem gut ausgeprägt, besonders ihr Tastsinn. Dem verdankt sie sogar ihren Beruf. Die 38-Jährige arbeitet als Medizinisch-Taktile Untersucherin in der Brustkrebsfrüherkennung und kann so helfen, Leben zu retten. Mittlerweile bildet sie andere blinde Frauen in dieser speziellen Untersuchungstechnik aus.

Auch die Firma Auticon stellt Mitarbeiter wegen ihrer besonderen Fähigkeiten ein. Bei dem IT-Beratungsunternehmen arbeiten Asperger-Autisten. Sie erkennen Details und Muster, wo andere nur Wirrwarr sehen, etwa in Programmiercodes. Ist in den langen Datenkolonnen nur ein Zeichen falsch gesetzt, sticht der Fehler für Auticon-Mitarbeiter Martin Neumann heraus wie ein "roter Fleck auf einer weißen Wand". Seine Fähigkeit kann Wirtschafts- und Finanzunternehmen teure Programmierfehler ersparen. Da Autisten oft Defizite im zwischenmenschlichen Umgang haben, helfen bei Auticon Jobcoaches, ein akzeptables Arbeitsumfeld für alle zu schaffen.

Zusammen erfolgreich sein

Wie behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, zeigt der spanische Joghurtproduzent La Fageda in Katalonien. Von 310 Mitarbeitern sind 180 körperlich eingeschränkt, psychisch krank oder geistig behindert. Gründer und Psychologe Cristóbal Colón wollte so erreichen, dass auch psychisch kranke Mitarbeiter sich beweisen können. Der Erfolg gibt ihm recht: La Fageda erwirtschaftet einen Umsatz von über 20 Millionen Euro im Jahr. Die Mitarbeiter leben mit ihrem Lohn ein selbstbestimmtes Leben.

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