Sie sind hier:

Schluss mit Plastik

Verpackung neu gedacht

von Yves Schurzmann

Kaufen, öffnen, wegschmeißen. Verpackungen verursachen gigantische Mengen Plastikmüll. Jeder Deutsche produziert 220 Kilo Verpackungsmüll im Jahr. Damit sind wir Spitzenreiter in Europa.

Beitragslänge:
30 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.01.2021

Verpackungen können sinnvoll sein, schützen etwa Lebensmittel vor Schädlingen und halten Verderbliches länger frisch. Aber muss es immer Plastik sein? "plan b" begleitet Menschen, die neue Ideen entwickelt haben, um Lebensmittel mit gutem Gewissen einzupacken.

Patricia Eschenlohr arbeitete für den Lebensmittel-Onlinehandel, doch sie wollte nicht weiter Unmengen an Styropor für den Versand von Lebensmitteln verbrauchen. Weil sie keine Alternativen fand, suchte sie selbst mit Ehemann Thomas nach einer umweltfreundlicheren Isolierverpackung, einem natürlichen Rohstoff mit ähnlichen Isoliereigenschaften wie Styropor. Fündig wurde das Paar auf den Feldern ganz in der Nähe: Stroh. Rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr fallen bei der Getreideernte als Nebenprodukt an, bisher weitgehend unbeachtet. "Die Strohforschung wurde vor 100 Jahren eingestellt", weiß Thomas Maier-Eschenlohr. Der Ingenieur entwickelte eine Maschine, die das Stroh zu hygienisch einwandfreien Kisten verarbeitet. Heute beliefern die beiden mit ihrer Firma Landpack über 700 Kunden, die Lebensmittel in Strohboxen versenden.

Verpackung und Geschirr aus Pflanzenabfällen


Indien hat sein riesiges Plastikproblem erkannt und will zum Jahr 2022 alle Einweg-Plastikartikel verbieten. Im Bundesstaat Karnataka ist das Verbot schon umgesetzt. Der Hamburger Unternehmer Eduardo Gordillo reagierte schnell und produziert jetzt mit seiner Firma Bio-Lutions Verpackungen und Einweggeschirr aus Pflanzenabfällen: lokal und nachhaltig. In der Nähe der Hightech-Stadt Bangalore fand er beste Voraussetzungen für seine Idee. Sein nächster Schritt: der deutsche Markt. Die Planungen für eine erste Fabrik im brandenburgischen Schwedt laufen.

Folienverpackung aus Zucker


Ein Gesetz könnte ihm dabei entscheidend helfen: Seit Januar 2019 soll in Deutschland eine neue Verpackungsverordnung umweltfreundliche Verpackungen belohnen. Auch der Niederländer Patrick Gerritsen hofft, dadurch mit seiner Verpackungsidee in Deutschland zu punkten. Schon seit Jahren stellt er Folienverpackungen aus Zucker her. Bei unseren Nachbarn dürfen die einfach mit in die Biotonne. In Deutschland geht das noch nicht, die Kompostieranlagen laufen bisher nicht lange genug, um den Biokunststoff kompostieren zu können. Wird sich das in Zukunft ändern?

"plan b" stellt Methoden und Möglichkeiten vor, wie man der Plastikflut aus Verpackungen Herr werden kann und zeigt auch Ideen für den alltäglichen Einkauf ohne Plastikverpackungen.

Damit sind die Deutschen Spitzenreiter in Europa. Verpackungen können sinnvoll sein, schützen etwa Lebensmittel vor Schädlingen und halten Verderbliches länger frisch. Aber muss es immer Plastik sein?

"plan b" begleitet Menschen, die neue Ideen entwickelt haben, um Lebensmittel mit gutem Gewissen einzupacken.

Patricia Eschenlohr arbeitete für den Lebensmittel-Onlinehandel, doch sie wollte nicht weiter Unmengen an Styropor für den Versand von Lebensmitteln verbrauchen. Weil sie keine Alternativen fand, suchte sie selbst mit Ehemann Thomas nach einer umweltfreundlicheren Isolierverpackung, einem natürlichen Rohstoff mit ähnlichen Isoliereigenschaften wie Styropor. Fündig wurde das Paar auf den Feldern ganz in der Nähe: Stroh. Rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr fallen bei der Getreideernte als Nebenprodukt an, bisher weitgehend unbeachtet. "Die Strohforschung wurde vor 100 Jahren eingestellt", weiß Thomas Maier-Eschenlohr. Der Ingenieur entwickelte eine Maschine, die das Stroh zu hygienisch einwandfreien Kisten verarbeitet. Heute beliefern die beiden mit ihrer Firma Landpack über 700 Kunden, die Lebensmittel in Strohboxen versenden.

Indien hat sein riesiges Plastikproblem erkannt und will zum Jahr 2022 alle Einweg-Plastikartikel verbieten. Im Bundesstaat Karnataka ist das Verbot schon umgesetzt. Der Hamburger Unternehmer Eduardo Gordillo reagierte schnell und produziert jetzt mit seiner Firma Bio-Lutions Verpackungen und Einweggeschirr aus Pflanzenabfällen: lokal und nachhaltig. In der Nähe der Hightech-Stadt Bangalore fand er beste Voraussetzungen für seine Idee. Sein nächster Schritt: der deutsche Markt. Die Planungen für eine erste Fabrik im brandenburgischen Schwedt laufen.

Ein Gesetz könnte ihm dabei entscheidend helfen: Seit Januar 2019 soll in Deutschland eine neue Verpackungsverordnung umweltfreundliche Verpackungen belohnen. Auch der Niederländer Patrick Gerritsen hofft, dadurch mit seiner Verpackungsidee in Deutschland zu punkten. Schon seit Jahren stellt er Folienverpackungen aus Zucker her. In den Niederlanden dürfen die einfach mit in die Biotonne. In Deutschland geht das noch nicht, die Kompostieranlagen laufen bisher nicht lange genug, um den Biokunststoff kompostieren zu können. Wird sich das in Zukunft ändern?

"plan b" stellt Methoden und Möglichkeiten vor, wie man der Plastikflut aus Verpackungen Herr werden kann, und zeigt Ideen für den alltäglichen Einkauf ohne Plastikverpackungen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.