Sie sind hier:

SOS Notaufnahme

Ambulanzen am Limit

"plan b: SOS Notaufnahme - Ambulanzen am Limit": Die Krankenschwestern Caitriona McGannell und Valerie Small sitzen vor einem Bildschirm und betrachten ein Röntgenbild, auf dem ein Fuß zu sehen ist.

Die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser kollabieren. Immer mehr Patienten verstopfen die Wartezimmer. Viele sind kein wirklicher Notfall. Doch sie bringen Ärzte und Pfleger an ihre Grenzen.

Sendetermin:
Im TV-Programm: ZDF, 28.07.2018, 17:40 - 18:10
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Jeder Zweite kommt mit einer Bagatelle in die Notaufnahme – oder ruft gar den Rettungswagen nach Hause. Dabei könnte eine Schürfwunde genauso gut in einer Arztpraxis behandelt werden. So sind es inzwischen die Kliniken, die Erste Hilfe brauchen. Wie könnte die aussehen?

„Bagatellfälle nach links, Notfälle nach rechts“

Um die überfüllte Notaufnahme zu entlasten, testet die Klinik in Frankfurt-Höchst seit Oktober 2017 eine zentrale Anmeldung für alle Patienten. Hier wird gefiltert: Leichte Fälle werden in nahe gelegene Praxen oder zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst geschickt. Als einzige Klinik in Deutschland bietet Frankfurt-Höchst somit rund um die Uhr eine Alternative zur Notaufnahme. Die verzeichnet jetzt 30 Prozent weniger Patienten - eine spürbare Arbeitserleichterung. "Sie behindern nun unsere Abläufe in der Notaufnahme nicht mehr so sehr", sagt Chefarzt Dr. Peter-Friedrich Petersen, "und erlauben es uns, dass wir uns auf die tatsächlichen Notfälle konzentrieren können."

Frankfurt-Höchst ist eine Ausnahme. Die Zahl der Patienten in deutschen Notaufnahmen ist in wenigen Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Das bringt Dr. Gabriele Groth, Leiterin der Notaufnahme in der Hamburger Asklepios-Klinik, in Nöte: "Wir sind verpflichtet, jeden Patienten zu behandeln. Das führt zu einem immensen Aufwand und hohen Kosten für uns."

Akademisch ausgebildete Pflegekräfte

Am St. James's Hospital in der irischen Hauptstadt Dublin mussten Patienten früher bis zu 14 Stunden warten. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Lage entspannt - dank der Krankenschwester Valerie Small. Sie gewann die Ärzte und ihre Krankenhausleitung für ein Experiment, das viele Kliniken in Irland inzwischen übernommen haben, und das auch europaweit Nachahmer findet: das sogenannte ANP-System. Advanced Nurse Practioners sind besonders ausgebildete Pflegekräfte, die Patienten mit leichteren Diagnosen wie Brüchen oder Infektionen selbstständig behandeln und auch Medikamente verschreiben dürfen. "In all den Jahren", sagt Valerie Small, "hat es keinen einzigen Patienten gegeben, der sich statt von mir durch einen Arzt behandeln lassen wollte." So halten die "ANPs" den Notärzten den Rücken frei, damit die sich um die schweren Fälle kümmern können. Auch die Patienten profitieren: Die Wartezeit hat sich drastisch reduziert.

Ein Modell auch für Kliniken in Deutschland?

Um die überfüllte Notaufnahme zu entlasten, testet die Klinik in Frankfurt-Höchst seit Oktober 2017 eine zentrale Anmeldung für alle Patienten. Hier wird gefiltert: Leichte Fälle werden in nahe gelegene Praxen oder zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst geschickt. Als einzige Klinik in Deutschland bietet Frankfurt-Höchst somit rund um die Uhr eine Alternative zur Notaufnahme. Die verzeichnet jetzt 30 Prozent weniger Patienten - eine spürbare Arbeitserleichterung. "Sie behindern nun unsere Abläufe in der Notaufnahme nicht mehr so sehr", sagt Chefarzt Dr. Peter-Friedrich Petersen, "und erlauben es uns, dass wir uns auf die tatsächlichen Notfälle konzentrieren können."

Frankfurt-Höchst ist eine Ausnahme. Die Zahl der Patienten in deutschen Notaufnahmen ist in wenigen Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Das bringt Dr. Gabriele Groth, Leiterin der Notaufnahme in der Hamburger Asklepios-Klinik, in Nöte: "Wir sind verpflichtet, jeden Patienten zu behandeln. Das führt zu einem immensen Aufwand und hohen Kosten für uns."

Am St. James's Hospital in der irischen Hauptstadt Dublin mussten Patienten früher bis zu 14 Stunden warten. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Lage entspannt - dank der Krankenschwester Valerie Small. Sie gewann die Ärzte und ihre Krankenhausleitung für ein Experiment, das viele Kliniken in Irland inzwischen übernommen haben, und das auch europaweit Nachahmer findet: das sogenannte ANP-System. Advanced Nurse Practioners sind besonders ausgebildete Pflegekräfte, die Patienten mit leichteren Diagnosen wie Brüchen oder Infektionen selbstständig behandeln und auch Medikamente verschreiben dürfen. "In all den Jahren", sagt Valerie Small, "hat es keinen einzigen Patienten gegeben, der sich statt von mir durch einen Arzt behandeln lassen wollte." So halten die "ANPs" den Notärzten den Rücken frei, damit die sich um die schweren Fälle kümmern können. Auch die Patienten profitieren: Die Wartezeit hat sich drastisch reduziert.

Ein Modell auch für Kliniken in Deutschland?

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.