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Stadt im Wandel

Neuer Schwung für alte Viertel

von Boris Quatram und Nanje Teuscher

Soziale Brennpunkte oder Problemviertel gibt es viele in der Republik. Einige Städte haben berüchtigte Bezirke und dunkle Ecken in sichere und attraktive Gegenden verwandelt.

Videolänge:
29 min
Datum:
01.11.2018
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 03.06.2023

Hamburg-Wilhelmsburg galt als schwieriges und gefährliches Viertel. Wer hier aufwuchs, hatte meist ein Imageproblem. 2007 startete die Stadt dann den groß angelegten Versuch, mit öffentlichen Mitteln und Investoren das Viertel aufzuwerten.

Aber auch viele der alteingesessenen Wilhelmsburger engagieren sich, denn sie wollen den Wandel mitgestalten. So wie der ehemalige Basketballprofi Marvin Willoughby. Heute ist er der Geschäftsführer des Basketball-Zweitligisten "Hamburg Towers" und vermutlich der sportlichste Sozialarbeiter Hamburgs.

Moin Uddin Ahamed kam vor acht Jahren aus Bangladesch nach Lissabon. Er landete in dem von Migranten geprägten Viertel Mouraria. "Hier sah es damals wie in einem Horrorfilm aus", sagt er heute. Auf der Straße gehörten Drogendealer, Abhängige und Prostituierte zum Alltag. Ahamed lernte die Sprache, suchte Kontakt und hilft heute älteren Nachbarn beim Einkauf. Inzwischen hat sich das Viertel zum Szene-Bezirk für Studenten, Künstler und Touristen gewandelt - auch dank der vielen sozialen und kulturellen Initiativen der Bewohner. Sauberer ist es geworden und sicherer. Aber gleichzeitig wächst die Angst vor Verdrängung, besonders bei den Alten. Denn seitdem überall renoviert und gebaut wird, steigen die Mieten.

Wenn es um mehr Sicherheit geht, wird schnell der Ruf nach "mehr Polizei" laut. Dr. Anke Schröder weiß aber: "Man muss öffentliche Räume so planen, dass Menschen sich dort sicher fühlen und sich auch sicher bewegen können." Die Architektursoziologin arbeitet für das Landeskriminalamt Niedersachsen. In schwierigen Vierteln analysiert Schröder die Lage vor Ort und versucht mit Wohnungsbaugesellschaften, Anwohnern und der Polizei Lösungen zu finden.

Auch das holländische Rotterdam galt lange als unsicheres Pflaster. Einige Ecken der Stadt waren so gefährlich, dass Rotterdamer sie mieden und in Reiseführern vor ihnen gewarnt wurde. Dann setzte der Bürgermeister "Stadsmariniers" ein. Diese "Superbeamten" mit besonderen Befugnissen sind jeweils einem Kiez zugeordnet. Sie können ohne großen bürokratischen Aufwand direkt beim Bürgermeister vorstellig werden, Probleme ansprechen und durch diesen direkten Draht auch sofort anpacken. Ein Modell, das Schule machen könnte.

Vom "Horrorviertel" zum Szenebezirk

Moin Uddin Ahamed kam vor acht Jahren aus Bangladesch nach Lissabon. Er landete in dem von Migranten geprägten Viertel Mouraria. "Hier sah es damals wie in einem Horrorfilm aus", sagt er heute. Auf der Straße gehörten Drogendealer, Abhängige und Prostituierte zum Alltag. Ahamed lernte die Sprache, suchte Kontakt und hilft heute älteren Nachbarn beim Einkauf. Inzwischen hat sich das Viertel zum Szene-Bezirk für Studenten, Künstler und Touristen gewandelt - auch dank der vielen sozialen und kulturellen Initiativen der Bewohner. Sauberer ist es geworden und sicherer. Aber gleichzeitig wächst die Angst vor Verdrängung, besonders bei den Alten. Denn seitdem überall renoviert und gebaut wird, steigen die Mieten.

Wenn es um mehr Sicherheit geht, wird schnell der Ruf nach "mehr Polizei" laut. Dr. Anke Schröder weiß aber: "Man muss öffentliche Räume so planen, dass Menschen sich dort sicher fühlen und sich auch sicher bewegen können." Die Architektursoziologin arbeitet für das Landeskriminalamt Niedersachsen. In schwierigen Vierteln analysiert Schröder die Lage vor Ort und versucht mit Wohnungsbaugesellschaften, Anwohnern und der Polizei Lösungen zu finden.

Unterwegs mit den "Superbeamten" in Rotterdam

Auch das holländische Rotterdam galt lange als unsicheres Pflaster. Einige Ecken der Stadt waren so gefährlich, dass Rotterdamer sie mieden und in Reiseführern vor ihnen gewarnt wurde. Dann setzte der Bürgermeister "Stadsmariniers" ein. Diese "Superbeamten" mit besonderen Befugnissen sind jeweils einem Kiez zugeordnet. Sie können ohne großen bürokratischen Aufwand direkt beim Bürgermeister vorstellig werden, Probleme ansprechen und durch diesen direkten Draht auch sofort anpacken. Ein Modell, das Schule machen könnte.

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