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Weniger Arbeit – gleicher Lohn

Ideen für die Jobs der Zukunft

von Silvia Palmigiano

Weniger arbeiten und trotzdem das Gleiche verdienen? Das ist der Traum vieler Menschen, die 38 oder mehr Stunden wöchentlich zur Arbeit gehen.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.03.2020

Aber können Unternehmen rentabel wirtschaften und trotzdem auf den Wunsch der Mitarbeiter nach mehr freier Zeit bei gleichem Lohn eingehen? "plan b" zeigt Unternehmen in Schweden und Deutschland, die erfolgreich neue Arbeitszeitmodelle ausprobieren.

Als einer der ersten Arbeitgeber probierte ein Krankenhaus in Göteborg die Umstellung: In der Orthopädie-Abteilung der Universitätsklinik arbeiten die OP-Schwestern seit vier Jahren weniger Stunden bei gleicher Bezahlung. Das Ergebnis: niedrigerer Krankenstand, zufriedenere Mitarbeiter, und die Bilanzen stimmen auch.

25 Stunden Arbeit in der Woche bei gleichem Lohn

In Deutschland wagt Lasse Rheingans den Schritt: Seit zwei Jahren arbeiten die 16 Mitarbeiter seiner IT-Agentur nur noch 25 Stunden die Woche, ebenfalls bei gleichem Lohn. Funktioniert hat das dank neuer Regeln: Die Standardlänge der Meetings wurde auf eine Viertelstunde gekürzt, private E-Mail- und SMS-Korrespondenz eingeschränkt. Das gemeinsame Mittagessen am Freitag aber ist allen Kollegen heilig. Leicht ist die Umstellung nicht, die Begeisterung der Mitarbeiter aber spricht Bände.

Einen Tag in der Woche frei

So eine Stundenreduzierung käme für den Sanitärbetrieb von Markus Gaßner nicht in Frage, denn die Auftragslage ist gut. Die Mitarbeiter müssen knapp 40 Stunden die Woche ran. Aber ein Tag bleibt trotzdem frei: Die Arbeit wurde auf vier Tage verteilt. Die Handwerker sind zufrieden, und sogar neue Bewerber lockt das Modell an.

Der Ruf nach mehr freier Zeit ist nicht neu: Die Gewerkschaften stritten immer wieder um mehr Zeit bei gleichem Lohn. "plan b" schaut auch zurück und zeichnet ein Bild der Entwicklung der Arbeitszeit von den 1950er Jahren bis heute.

Aber können Unternehmen rentabel wirtschaften und trotzdem auf den Wunsch der Mitarbeiter nach mehr freier Zeit bei gleichem Lohn eingehen? "plan b" zeigt Unternehmen in Schweden und Deutschland, die erfolgreich neue Arbeitszeitmodelle ausprobieren.

Als einer der ersten Arbeitgeber probierte ein Krankenhaus in Göteborg die Umstellung: In der Orthopädie-Abteilung der Universitätsklinik arbeiten die OP-Schwestern seit vier Jahren weniger Stunden bei gleicher Bezahlung. Das Ergebnis: niedrigerer Krankenstand, zufriedenere Mitarbeiter, und die Bilanzen stimmen auch.

In Deutschland wagt Lasse Rheingans den Schritt: Seit zwei Jahren arbeiten die 16 Mitarbeiter seiner IT-Agentur nur noch 25 Stunden die Woche, ebenfalls bei gleichem Lohn. Funktioniert hat das dank neuer Regeln: Die Standardlänge der Meetings wurde auf eine Viertelstunde gekürzt, private E-Mail- und SMS-Korrespondenz eingeschränkt. Das gemeinsame Mittagessen am Freitag aber ist allen Kollegen heilig. Leicht ist die Umstellung nicht, die Begeisterung der Mitarbeiter aber spricht Bände.

So eine Stundenreduzierung käme für den Sanitärbetrieb von Markus Gaßner nicht in Frage, denn die Auftragslage ist gut. Die Mitarbeiter müssen knapp 40 Stunden die Woche ran. Aber ein Tag bleibt trotzdem frei: Die Arbeit wurde auf vier Tage verteilt. Die Handwerker sind zufrieden, und sogar neue Bewerber lockt das Modell an.

Der Ruf nach mehr freier Zeit ist nicht neu: Die Gewerkschaften stritten immer wieder um mehr Zeit bei gleichem Lohn. "plan b" schaut auch zurück und zeichnet ein Bild der Entwicklung der Arbeitszeit von den 1950er Jahren bis heute.

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