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WIR sind die Stadt

Wenn Einwohner anpacken

"plan b: WIR sind die Stadt - Wenn Einwohner anpacken": Paul Swagerman und seine Tochter Lodi knien auf einer Brücke vor gelber Brüstung.
von Jochen Klöck

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt, der Lebensraum wird dort enger und teurer. Engagierte Bürger kämpfen dagegen: Auf demokratischem Weg erobern sie Flächen für die Allgemeinheit.

Datum:
13.10.2018
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

"plan b" zeigt Initiativen, die es gegen alle Widerstände geschafft haben, öffentliche Flächen zurückzuerobern und zu transformieren für die Menschen, die dort leben. Es sind Projekte, die zeigen, dass direkte Bürgerbeteiligung funktioniert.

Mehr Grün für Paris

In Paris zieht sich eine alte Bahnstrecke rund um die Innenstadt. Seit 30 Jahren wurden die abgesperrten Gleise der "Petite Ceinture" nicht mehr genutzt. Ein wilder Grüngürtel ist entstanden. Jetzt werden 20 Hektar davon für die Allgemeinheit geöffnet. Stadtplanerin Anne Labroille erarbeitet in Workshops mit den Anwohnern, wie genau die neuen Freiflächen gestaltet werden sollen. "Das ist der einzige Ort in Paris, an dem man Vögel singen hört", sagt sie. "Jeder Bürger von Paris soll die Möglichkeit bekommen, ihn zu genießen."

Wie es dazu kam? Die Bürger selbst haben aktiv darüber entschieden und zwar im Rahmen des Budget Participatif, des Bürgerbudgets von Paris. Dieses ist mit einem jährlichen Etat von rund 90 Millionen Euro der größte Bürgerhaushalt Europas. Jeder Stadtbewohner kann Projekte vorschlagen. Jeder kann darüber abstimmen.

Crowdfunding in Rotterdam

Im niederländischen Rotterdam dagegen hatte ein Stadtplaner eine bahnbrechende Idee. Kristian Koreman wollte eine Brücke bauen, um ein heruntergekommenes Viertel mit neuem Leben zu füllen. Das Problem: Drei Stadtteile waren nach dem Zweiten Weltkrieg durch breite Verkehrsadern voneinander getrennt worden. Die ebenso simple wie geniale Lösung: eine leuchtend gelbe Holzbrücke namens "Luchtsingel", die Koremann zunächst über Crowdfunding finanzierte. Jetzt folgt der nächste Schritt: Ein stillgelegter Bahnhof wird als Freifläche für alle eröffnet.

Kreative Impulse in Hannover

In Hannover dagegen nahmen ein paar Skateboarder das Recht in die eigene Hand. Auf einer brachliegenden Fläche betonierten sie ihren eigenen Skatepark. Nachträglich erkämpften sie einen Pachtvertrag und besetzten gleich noch den Parkplatz daneben. Dort entstand das "Platz-Projekt": eine Siedlung aus bunten Überseecontainern, in denen immer mehr junge Kreative nachhaltige Unternehmenskonzepte ausprobieren. Das "Platz-Projekt" gilt mittlerweile deutschlandweit als Brutstätte unkonventioneller Ideen. Hier entstehen neue Impulse für die Entwicklung der Stadtkultur.

In Paris zieht sich eine alte Bahnstrecke rund um die Innenstadt. Seit 30 Jahren wurden die abgesperrten Gleise der "Petite Ceinture" nicht mehr genutzt. Ein wilder Grüngürtel ist entstanden. Jetzt werden 20 Hektar davon für die Allgemeinheit geöffnet. Stadtplanerin Anne Labroille erarbeitet in Workshops mit den Anwohnern, wie genau die neuen Freiflächen gestaltet werden sollen. "Das ist der einzige Ort in Paris, an dem man Vögel singen hört", sagt sie. "Jeder Bürger von Paris soll die Möglichkeit bekommen, ihn zu genießen."

Wie es dazu kam? Die Bürger selbst haben aktiv darüber entschieden und zwar im Rahmen des Budget Participatif, des Bürgerbudgets von Paris. Dieses ist mit einem jährlichen Etat von rund 90 Millionen Euro der größte Bürgerhaushalt Europas. Jeder Stadtbewohner kann Projekte vorschlagen. Jeder kann darüber abstimmen.

Im niederländischen Rotterdam dagegen hatte ein Stadtplaner eine bahnbrechende Idee. Kristian Koreman wollte eine Brücke bauen, um ein heruntergekommenes Viertel mit neuem Leben zu füllen. Das Problem: Drei Stadtteile waren nach dem Zweiten Weltkrieg durch breite Verkehrsadern voneinander getrennt worden. Die ebenso simple wie geniale Lösung: eine leuchtend gelbe Holzbrücke namens "Luchtsingel", die Koremann zunächst über Crowdfunding finanzierte. Jetzt folgt der nächste Schritt: Ein stillgelegter Bahnhof wird als Freifläche für alle eröffnet.

In Hannover dagegen nahmen ein paar Skateboarder das Recht in die eigene Hand. Auf einer brachliegenden Fläche betonierten sie ihren eigenen Skatepark. Nachträglich erkämpften sie einen Pachtvertrag und besetzten gleich noch den Parkplatz daneben. Dort entstand das "Platz-Projekt": eine Siedlung aus bunten Überseecontainern, in denen immer mehr junge Kreative nachhaltige Unternehmenskonzepte ausprobieren. Das "Platz-Projekt" gilt mittlerweile deutschlandweit als Brutstätte unkonventioneller Ideen. Hier entstehen neue Impulse für die Entwicklung der Stadtkultur.

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