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Zum Schutz der Meere

Fisch ohne Reue

Gesellschaft | plan b - Zum Schutz der Meere

Wir essen zu viel Fisch: durchschnittlich fast 20 Kilogramm pro Kopf und Jahr. In den letzten fünf Jahrzehnten hat sich unser Fischkonsum verdoppelt und der weltweite Bestand halbiert.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.11.2019, 18:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Industrielle Schiffstrawler fischen die Meere leer. Jährlich landen riesige Mengen Fisch als Beifang in den Netzen. Und selbst das Futter für nachhaltige Aquakulturen kommt in der Regel – aus dem Meer.

Wie kann man Fische schützen und sie trotzdem guten Gewissens essen? "plan b" hat findige Naturschützer gefunden, die dafür Ideen haben.

Nachhaltige Fischzucht in Andalusien

Eine Lösung kommt aus Andalusien. In einer nachhaltigen und ökologischen Fischzucht betreut der Biologe Miguel Medialdea eine Million Fische in Tausenden Hektar großen Teichen - direkt neben einem Naturschutzgebiet. Das Wasser kommt aus einem Fluss, ist reich an Nährstoffen, die Fische gedeihen hier beinahe wie in freier Wildbahn.

Die Wasserfläche ist zugleich Nist- und Rastplatz für 250 Vogelarten. Die fressen den Fisch und überschüssige Algen und sorgen so für eine schonende und natürliche Auslese. "Wir wollen hier zeigen, dass es möglich ist, ein Geschäft zu betreiben und trotzdem im Einklang mit der Natur zu bleiben", beschreibt Biologe Medialdea sein Konzept. Die Fische wachsen langsamer, haben dadurch eine andere Konsistenz und schmecken besser.

Intelligente Netze reduzieren den Beifang

Auch in Deutschland denkt man an den Schutz der Fische und anderer Meeresbewohner. Im Thünen-Institut entwickeln Daniel Stepputtis und Isabella Kratzer intelligente Netze, um den Beifang zu reduzieren. So nennt man alles, was ungewollt im Netz landet: nicht nur zu kleine oder falsche Fische, sondern auch unter Naturschutz stehende Tiere wie der Schweinswal.

Immer wieder verheddern sich die Tiere in den Stellnetzen der Fischer in Nord- und Ostsee und verenden kläglich. "plan b" begleitet die Forscher beim Ausbringen speziell entwickelter "Sonarnetze", die die Wale unter Wasser erkennen - und somit "umschwimmen" können. "Wir können uns nicht über die Waljagd in Japan oder Norwegen aufregen und bei uns tatenlos zusehen", sagt Projektleiter Stepputtis.

Quelle Zahlen: https://www.fishforward.eu/de/project/ueberfischung-eine-tatsache-in-zahlen/

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