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Bernstein-Fieber

Illegaler Raubbau in der Ukraine

Bernstein-Fieber

Im Nordwesten der Ukraine wird im großen Stil Bernstein abgebaut. Illegal. Die Polizei scheint im Kampf gegen den Raubbau machtlos.

16.01.2019
16.01.2019
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Denn hinter dem lukrativen Geschäft steckt ein undurchsichtiges Netzwerk aus Kleinkriminellen, korrupten Beamten und der einflussreichen Bernstein-Mafia.

Im unwegsamen Nordwesten der Ukraine, an der Grenze zu Weißrussland, liegt Bernstein im Boden. In den letzten Jahrzehnten hat hier ein undurchsichtiges Netzwerk aus Mafia, korrupten Beamten und Kleinkriminellen das Kommando übernommen. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Bernstein-Mafia und der Polizei. Auch die Folgen für Natur und Umwelt sind dramatisch. Mehr als 1.700 Hektar Land sollen durch die Abbaumethoden zerstört sein. Und die Preise für den Schmuckstein steigen weiter, vor allem wegen der enormen Nachfrage aus China. Bis zu 600 US-Dollar bringen 100 Gramm Bernstein ein. Weil die wirtschaftliche Lage in der Ukraine schlecht ist und es besonders im Nordwesten kaum legale Arbeit gibt, lebt mittlerweile fast die ganze Region von dem illegalen Geschäft. Rund 200.000 Menschen, die vom Staat allein gelassen werden, schlagen sich mit Bernsteinhandel durch. Insgesamt werden jährlich etwa 300 Tonnen Bernstein illegal abgebaut. Doch von den Millionen Euro, die damit verdient werden, kommt bei den Menschen, die mit Schaufeln, Schläuchen und Pumpen den Stein mühsam aus dem Boden holen, nur ein Bruchteil an.

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