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Bulgariens bedrohtes Biotop

Ist die Kresna-Schlucht noch zu retten?

Die 18 Kilometer lange Kresna-Schlucht im Südwesten Bulgariens ist ein außergewöhnliches Naturjuwel der Biodiversität. "Hier gibt es mehr Schmetterlings-Arten als in ganz England", schwärmt Andrey Kovatchev, "Noch!".

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32 min
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02.06.2020
Video verfügbar bis 30.08.2020

Schon lange sorgt sich der Biologe aus Sofia um seine geliebte Schlucht. Jetzt soll in dem Natura2000-Gebiet mit EU-Subventionen eine Autobahn gebaut werden.

Durch die Schlucht führt eine Landstraße, die schon jetzt vom Fernverkehr massiv frequentiert wird. Nun soll sie zu einer europäischen Hauptverkehrsader werden, die Thessaloniki mit Dresden verbindet. "Schon jetzt haben sich die Populationen gefährdeter Arten aufgrund dieser Straße massiv reduziert", erklärt Andrey Kovatchev, "mit der geplanten Autobahn wird es nur noch schlimmer, es wird höchste Zeit, dass die Regierung das endlich versteht."
Seit 2011 baut Bulgarien an der 174 Kilometer langen Autobahn, bis 2023 soll sie fertig sein. Die Kosten belaufen sich auf 1,2 Milliarden Euro, 790 Millionen davon sind EU-Gelder. Nur noch ein Bauabschnitt fehlt: jener durch die Kresna-Schlucht. Sie ist Teil der Natura2000-Gebiete der EU, in deren Schutz ebenfalls Millionen aus Brüssel fließen.
Umweltschützer schlagen Alarm. Sie sehen in dem geplanten Autobahnabschnitt durch die Kresna-Schlucht eine Verletzung der Habitat- und Vogelschutzrichtlinien der EU. Andrey Kovatchevs Verein "Balkani Wildlife Society" will deshalb zusammen mit anderen Umweltverbänden die EU-Kommission davon überzeugen, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Bulgarien einzuleiten: Bis heute habe die Regierung nichts für den Schutz der seltenen Tiere und Pflanzen in der Kresna-Schlucht getan, klagt Kovatchev, im Gegenteil: "die geplante Autobahn bedeutet endgültig die Zerstörung der Schlucht!"
Das will Kovatchev verhindern: Er bereitet ein Treffen in Brüssel vor, bei dem er und andere Umweltschützer die Kommission überzeugen wollen, die Autobahn-Subventionen zu stoppen und Bulgarien zur Rechenschaft zu ziehen.

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