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Deutschland im Corona-Notstand

Vorübergehend geschlossen

Durch die Coronavirus-Pandemie hat sich das Leben für Millionen Menschen schlagartig geändert. Zu den gesundheitlichen Risiken kommt die Sorge um die wirtschaftliche Existenz.

Beitragslänge:
31 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.07.2020

Viele Unternehmer und Solo-Selbstständige mussten ihre Läden schließen und stehen plötzlich ohne Einkommen da. Doch es gibt auch Zeichen der Hoffnung: Die Gesellschaft rückt zusammen, die Solidarität im Land wächst.

Niendorf an der Ostsee: Im Frühjahr kommen die Besucher normalerweise in Scharen. Jetzt sind die Strände wie leergefegt, die Restaurants geschlossen. Nur Fischer Peter Dietze hat seinen kleinen Verkaufsstand noch geöffnet; auch wenn er mit ein paar Kunden kaum noch Umsatz macht. Es kommen keine Touristen mehr, die Restaurants nehmen den Fisch nicht mehr ab. Peter Dietze steht vor dem Bankrott.
Nicht viel besser geht es Sternekoch Max Strohe. Es hat Jahre gedauert, sich mit dem eigenen Restaurant „Tolus Lotrek“ in Berlin ein Stammpublikum aufzubauen. Von einem Tag auf den anderen mussten Max Strohe und seine Partnerin Ilona Scholl schließen. Doch statt Däumchen zu drehen, will Max Strohe sich engagieren: Er hat das Projekt „Kochen für Helden“ ins Leben gerufen. Aus eigenen Lagerbeständen und mit Lebensmittelspenden kocht sein Team für Pflegekräfte und Ärzte. Für all die Leute, die in diesen Tagen Menschenleben retten.
Die Caritas-Seelsorgerin Renate Stark kümmert sich weiter um die Bedürftigen in ihrem Bezirk, obwohl sie selbst zur Risikogruppe zählt. Sie schützt sich so gut es geht – die Beratungen führt sie nur noch am geöffneten Fenster durch. Gerade in der Krise stellt sie fest, dass die Menschen Zuspruch brauchen und konkrete Hilfen: Viele alleinerziehende Mütter können mit ihren Kindern nicht mehr zu den Lebensmittel-Tafeln gehen. Die sind ebenfalls infolge der Maßnahmen geschlossen.
Die Ausgangssperre zerstört die Infektionsketten, aber offenbar nicht den Gemeinsinn: Die Studentinnen Taale, Soraya und Janka haben im Netz die Plattform „wirsindnachbarn.org“ ins Leben gerufen. Sie vermitteln Helfer an Menschen, die sich nicht mehr trauen, das eigene Heim zu verlassen. Das Angebot wird von vielen älteren Leuten angenommen, die vereinsamt in ihren Wohnungen sitzen und nicht wissen, wie sie sich versorgen sollen.

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