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Die Corona-Geisterstädte

Metropolen im Lockdown

Die Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 hat auf der ganzen Welt zu einem Stillstand des öffentlichen Lebens geführt. Millionenmetropolen sind verwaist, touristische Sehnsuchtsorte regelrecht entvölkert.

Beitragslänge:
32 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.08.2020

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Reagenzglas mit Coronavirus, aufgenommen am 29.01.2020 in Sarajevo (Bosnien-Herzegowina )

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Reise ins Ungewisse – wie gefährlich wird der Urlaub?

Politik | maybrit illner -
Wie gefährlich wird der Urlaub?
 

"maybrit illner“ mit dem Thema "Reise ins Ungewisse – wie gefährlich wird der Urlaub?" vom 28. Mai 2020, um …

Videolänge:
63 min

Fluglärm weicht Vogelgezwitscher, Fahrradfahrer nutzen Hauptverkehrsadern. Der Anblick: surreal und beängstigend, aber auch verstörend schön.

Einmal ganz allein mitten auf der Fahrbahn über die Brooklyn Bridge schreiten. Davon haben in New York schon viele geträumt. Was früher unmöglich schien, ist heute real - Corona sei „Dank“. Vor allem in Millionenmetropolen sorgen menschenleere Straßen für ein ungewohntes Bild. Touristische Sehnsuchtsorte haben sich in Geisterstädte verwandelt. Bizarr und bedrückend, aber auch inspirierend und beruhigend.
„Ich glaube, dass vielen von uns erst jetzt auffällt, wie viel Ruhe eine Stadt ausstrahlen kann und wie viele Vögel in ihr leben. Wir haben unser bisheriges Leben als selbstverständlich empfunden, aber das ist es nicht. Wir sollten auch in Zukunft daran denken, dass wir mit weniger auskommen können und die Umwelt besser schützen“, sagt Emma Pencheon aus London, die ihre Stadt so noch nicht erlebt hat.
Die seltsame Faszination der still gewordenen Großstädte wird in New York, London und Paris nur allzu deutlich. Trotz Corona machen die Pariser die Erfahrung: Ihre Stadt sieht leerer schöner aus. Autos im Dauerstau und Horden von Urlaubern haben den Blick abgelenkt. Wie in einem Dornröschenschlaf liegt die Metropole jetzt da, seltsam entschleunigt.
Auch Venedig atmet auf: Besuchten vor der Corona-Krise 30 Millionen Touristen jährlich die Lagunenstadt, die schon im 14. Jahrhundert aus Angst vor der Pest die Quarantäne anordnete, sind die 50.000 Einwohner jetzt unter sich. Venedig gehört wieder den Venezianern.
„Re:“ mit einem ungewöhnlichen Experiment: Zeitgleich haben Teams in New York, London, Paris und Venedig die große Leere in den Städten in Bild und Ton festgehalten.

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