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Die Fischer von Ischia

Jäger der verlorenen Schätze

Gesellschaft | Re: - Die Fischer von Ischia

Früher fuhren Giulio Lauro und sein Sohn Gaetano aufs Meer, um vor der Küste Ischias Fische zu fangen. Der Erlös reichte kaum zum Leben, das Geschäft lief mit der Zeit immer schlechter. Heute haben die Lauros keine Fische, sondern Touristen an Bord.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.12.2018, 23:59

Denn inzwischen spüren sie in der Bucht vor Ischia Ponte Artefakte der Antike auf. "Re:" über eine wundersame Schatzsuche.

Die Lauros lebten in Ischia Ponte seit Generationen vom Fischfang, zunehmend mehr schlecht als recht. Giulio Lauro musste also umdenken. Inspiriert durch einen Fund von Hobbytauchern, die in den 1970er Jahren vor der Insel auf Überreste aus der Römerzeit gestoßen waren, vermutete Giulio, dass auf dem Meeresgrund noch mehr zu finden sein müsste. Zwar hatte er von Archäologie keine Ahnung, geschweige denn die für Unterwassertauchgänge erforderliche Ausrüstung, doch am Ende bewies er den richtigen Riecher. 2011 starteten Giulio und sein Sohn Gaetano den ersten professionellen Tauchgang, das Projekt trug fortan den Namen „Aeanaria“. Was dann passierte, war nicht weniger als eine archäologische Sensation. Erst fanden sie nur kleine Schätze: Keramiksteine, Reste von Amphoren. Kurze Zeit später Überreste von Mauern und Holzgerüsten. Wie sich bald herausstellte, handelte es sich um das Fundament einer römischen Hafenanlage. 14 Meter lang, drei Meter hoch, 2.000 Jahre alt. Dazu Münzen, Geschirr, Flacons, die von dem Leben der damaligen Zeit zeugen.

„Wir entdecken fortlaufend neue Fundstücke“, sagt die Archäologin Alessandra Benini, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. Sie hält die Küste vor Ischia für einen besonders interessanten Grabungsort, weil die Vulkaninsel ständiger Bewegung ausgesetzt ist und schon viele Bauten untergegangen sind.

Giulio Lauro hat nicht nur die Existenz seiner Familie gesichert, sondern sich selbst einen Traum erfüllt: Er kann seinen Kindern und Enkeln eine wirtschaftliche Perspektive aufzeigen, die es ihnen ermöglicht, auf Ischia zu bleiben.

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