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Invasion der Sumpfkrebse

Von der Plage zur Delikatesse

Louisiana Flusskrebs

Ein amerikanischer Krebs erobert europäische Seen und Flüsse. Die Tiere verbreiten sich rasant und werden zur Gefahr für andere Arten. Mittlerweile sind die Sumpfkrebse auch in Deutschland aufgetaucht. In Berlin macht man das Beste draus!

21.09.2018
21.09.2018
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Fast 30.000 amerikanische Sumpfkrebse hat Klaus Hidde in nur drei Monaten in Berlin bereits gefangen. Der 63-Jährige ist ein erfahrener Traditionsfischer, doch diese Tierchen sind ihm neu. Und: Hidde ist der einzige, der in der deutschen Hauptstadt die Tiere fangen darf – und muss. Als 2016 die ersten amerikanischen Krebse in den Teichen des Berliner Tiergartens auftauchten, waren Naturschützer alarmiert: Der Krebs, auch Roter Amerikanischer Sumpfkrebs genannt, ist eine invasive Art, die eingeschleppt wurde und sich rasend schnell verbreitet. Die Invasoren können gefährliche Krankheiten auf heimische Krebse übertragen. Um die Verbreitung der Tiere zu stoppen, hat der Wildtierbeauftragte Derk Ehlert schon so einiges versucht. Mit Klaus Hiddes Hilfe will er die Krebse nun fangen lassen. Daraus ist bereits ein Geschäft geworden. Die eingewanderten Krebse entpuppen sich mehr und mehr als Delikatesse.

Denn für den Menschen sind die eingewanderten Krebse unbedenklich. In China oder in den USA werden sie sogar in großen Zuchtanlagen extra für den Verzehr produziert. In freier Wildbahn in Berlin dagegen gilt es Geschäft und Naturschutz unter einen Hut zu kriegen. Matthias Engels hilft dem Fischer Klaus Hidde dabei. Engels betreibt einen Fischhof in Brandenburg und hat sich die Vermarktung der Krebs-Invasoren auf die Fahnen geschrieben. Als Händler kauft er die Krebse von Fischer Klaus Hidde und bietet sie als „Berlin Lobster“ an. Auch Star-Köche gehören mittlerweile zu seinen Abnehmern.

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