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Italiens fehlende Pfleger

Weggespart und ausgewandert

2015 hat die Neapolitanerin Serena Caterino ihr Studium zur qualifizierten Krankenpflegerin abgeschlossen. Zwei Jahre lang versuchte sie vergeblich in Italien eine Anstellung zu finden.

Beitragslänge:
31 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.08.2020

Schließlich ergriff sie ihre Chance, als sie eine Stelle in Deutschland angeboten bekam. Damals wäre sie gerne in ihrer Heimat geblieben. Allein in der Region Kampanien sind in den letzten Jahren um die 15.000 Stellen im Gesundheitswesen eingespart worden. Auch eine Folge der Finanzkrise von 2007. „Re:“ hat Serena damals auf ihrer Reise begleitet. Heute arbeitet sie immer noch in einem Krankenhaus in Hamburg. Durch die Corona-Pandemie bekommt sie nun Job-Angebote aus Italien. Plötzlich braucht man dort jene Fachkräfte, die man vor der Krise einfach gehen ließ. Doch eine Festanstellung bietet man ihr noch immer nicht an.
Filippo Guarnieri arbeitet als Krankenpfleger in einem Krankenhaus in Benevento, 40 Kilometer von Neapel entfernt. Bereits in der Reportage von 2017 äußerte er seine Besorgnis über die radikalen Sparmaßnahmen im italienischen Gesundheitswesen. In Italien haben sich bereits weit über tausend Ärzte und Pfleger mit dem Coronavirus infiziert. In vielen Kliniken sind nicht nur Personal, sondern auch Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken, Kittel oder Gummihandschuhe knapp. Die Klinik in Benevento hat in vielen Stationen auf Covid-19-Patienten umgerüstet. Ob die Intensivbetten ausreichen werden, das weiß Anfang April niemand. An Zustände wie in Norditalien will Filippo vorerst nicht denken. Aber auch Pflegekräfte wie er kommen langsam körperlich und mental an ihre Grenzen.

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