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Kein Recht auf Familie?

Geflüchtete kämpfen um ihre Angehörigen

Kein Recht auf Familie

Heute bei ARTE "Re:" - 2015 flüchtete die Syrerin Fteim Almousa nach Deutschland, seitdem lebt sie von ihrem Ehemann und den vier Kindern getrennt. Im August 2018 tritt das „Familiennachzugneuregelungsgesetz“ in Kraft.

18.01.2019
18.01.2019
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Fteim hofft, endlich ihre Familie nachholen zu können. Doch maximal 1.000 Menschen dürfen monatlich einreisen – auch Fteims Angehörige?

Die Morgenroutine von Fteim Almousa ähnelt der unzähliger Mütter: Sie weckt ihre vier Kinder, sorgt für ein ordentliches Frühstück und schickt sie pünktlich in die Schule. Doch seit über drei Jahren passiert all das über das Videotelefon. Denn die Syrerin lebt in Baden-Württemberg, ihr Mann mit den Kindern in einem Flüchtlingslager im Nord-Libanon. Als Fteim 2015 nach Deutschland kam, hoffte sie ihre Familie bald nachholen zu können. Doch dann wurde der Familiennachzug ausgesetzt. Für die 49-Jährige eine Katastrophe. Die jahrelange Trennung und die Ungewissheit drohen die Familie zu zerstören, besonders die Kinder leiden.

Im August 2018 gibt es neue Hoffnung. Das „Familiennachzugneuregelungsgesetz“ tritt in Kraft. Es betrifft subsidiär Geschützte – also Menschen, die zwar keinen Asyl- oder Flüchtlingsstatus haben, im Herkunftsland aber vom Tode bedroht sind. Sie können jetzt Ehepartner und minderjährige Kinder nach Deutschland holen. Ob Fteim von dieser Regelung profitiert, ist völlig ungewiss. Maximal 1.000 Familienangehörige dürfen pro Monat nachziehen, und selbst diese Zahl wurde bislang nicht erreicht. Wieder heißt es warten für Fteim. Sie hofft, durch ein Gerichtsverfahren doch noch als Flüchtling nach der Genfer Konvention anerkannt zu werden und damit einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung zu erstreiten. Doch das kostet Zeit. Ihre älteste Tochter Riham ist inzwischen volljährig geworden und damit vom Familiennachzug ausgeschlossen. Die Familie droht auseinander zu brechen.

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