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Müllkippe Nordsee

Gefährliche Geisternetze

Müllkippe Nordsee

Umhertreibender Müll in der Nordsee ist ein wachsendes Problem für Tiere und Menschen.

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19.06.2019
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Doch nicht nur Verpackungsmüll aus Plastik stellt ein Problem dar: Alte und verloren gegangene Fischernetze aus Kunststoff, die als herrenlose "Geisternetze" im Meer treiben, werden zur Gefahr für die Meeresfauna.

Der Holländer Wouter Jan Strietman hat den Müll der Nordsee quasi vor der Haustür. Und er kennt die Zahlen: Rund 20.000 Tonnen Müll kommen jährlich dazu. Drei Viertel davon ist Plastik. Welchen Anteil Schifffahrt und Fischerei daran tragen, weiß keiner so genau. Aber vor allem über Bord gegangene Materialien und Fischernetze sind ein großes Problem. Bei den Netzen lösen sich feine Plastikfäden, sogenannte Dolly Ropes, die eigentlich dem Schutz der Netze dienen. Die im Meer treibenden Plastikfäden haben fatale Folgen für das Ökosystem. Seevögel verwechseln die Plastikfäden mit Futter und Nistmaterial. In der Folge strangulieren sich die Tiere häufig daran und so werden diese Fäden zur Todesfalle, wie die Meeresbiologin Rebecca Störmer in einer Basttölpel-Kolonie auf Helgoland immer wieder feststellt. Aber auch anderer Plastikmüll wird den Vögeln oft zum Verhängnis. Mit ihrem Projekt „De Green Ana“ will sie das Problem angehen.

In Holland wird das Müll-Problem gleich von mehreren Seiten angegangen: Während Wouter Jan Strietman auf der Suche nach einem nachhaltigen Ersatz für die plastikbesetzten Fischernetze ist, begeben sich sein Landsmann Pascal van Erp und sein Team auf gewagte Tauchgänge. Unter Wasser an einem alten Schiffswrack wollen sie Geisternetze aus der Nordsee bergen und so auch Meerestiere retten. Zeitgleich testen Strietman und mehrere holländische Fischer unterschiedliche Ersatzmaterialien für die Plastiknetze. Darunter auch biologisch abbaubare Kunststoffe, Sisal und sogar Leder von mongolischen Rindern. Einer, der dabei hilft, ist Fischer Dirk Kraak. Er will Vorbild für seine Kollegen sein und wehrt sich gegen den Vorwurf, dass seine Berufsgruppe Schuld an der fortschreitenden Verschmutzung ist.

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