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Streit um ETA-Häftlinge

Schwierige Versöhnung im Baskenland

Streit um ETA-Häftlinge

Die baskische Untergrundorganisation ETA ist Geschichte – übriggeblieben sind ihre ehemaligen Mitglieder und Unterstützer. Ob hinter Gittern oder in Freiheit, der Umgang mit ihnen polarisiert das Baskenland.

07.11.2018
07.11.2018
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Über 50 Jahre lang kämpfte die ETA gewaltsam für ein unabhängiges Baskenland.

Sie tötete mehr als 800 Menschen. Im Mai 2018 löste sich die Organisation endgültig auf. Was passiert mit ihren ehemaligen Mitgliedern und Unterstützern, jetzt wo die ETA nicht mehr existiert?

221 von ihnen sitzen aktuell noch in spanischen Gefängnissen, verteilt über das ganze Land, weit weg von ihren Familien. Die Angehörigen müssen für einen Besuchstermin hunderte von Kilometern fahren. Seit Jahren fordern sie ein Ende der „Zerstreuungspolitik“ und die Verlegung der Gefangenen ins Baskenland. Jetzt nach dem Ende der ETA, erwarten sie Zugeständnisse von der Regierung. Die Verlegung bleibt dabei nur ein Etappenziel. Wenn es nach den Angehörigen geht, sollen alle Gefangenen in absehbarer Zeit freikommen. Für viele Hinterbliebene von ETA-Opfern ist das allerdings unvorstellbar. Sie plädieren, auch nach der Auflösung der Organisation, für eine Politik der harten Hand.

Gleichzeitig kehren aber immer mehr Gefangene nach beendeter Haftstrafe zurück in die Gesellschaft. Im Baskenland, mit seinen knapp 2,2 Millionen Einwohnern, leben sie oft Tür an Tür mit den Hinterbliebenen des Terrors.

Ist ein friedliches Zusammenleben – quasi ein Neustart nach dem Ende der ETA – im Baskenland möglich? Und sind die Familien der ETA-Opfer bereit, zu vergeben?

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