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Wassermangel auf Zypern

Trinkwasser im Ausverkauf

Auf Zypern gibt es einen erbitterten Kampf ums Trinkwasser, denn die Insel leidet unter chronischem Wassermangel. Ein Millionengeschäft: Großkonzerne kaufen wichtige Quellen und kleine Trinkwasser-Unternehmen auf.

Beitragslänge:
32 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.12.2019

Makarios Perikleous besitzt eine Wasserquelle in den Bergen und ist einer der wenigen, der sich ihnen entgegenstellt.

Weltweit werden immer mehr Trinkwasserquellen von Großkonzernen aufgekauft. Der Verkauf von abgefülltem Quellwasser ist eines der profitabelsten Geschäfte auf dem Getränkemarkt.Zypern lebt vom Tourismus – die Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr. Immer mehr Pools, Hotels und Golfplätze verbrauchen Unmengen an Wasser. Doch Zyperns Wasservorräte gehen zur Neige. Die Insel besitzt keine Süßwasserseen und ist auf den immer seltener fallenden Regen angewiesen. Da der Tourismus zu den wichtigsten Einnahmequellen der Insel gehört, will die Regierung hier allerdings keinen Wasserverbrauch regulieren. Nirgendwo in Europa ist das Trinkwasser ein so ein kostbares Gut wie auf Zypern – und 90 Prozent des Markts sind im Besitz internationaler Konzerne. Makarios Perikleous gehört zu denen, die über die restlichen zehn Prozent verfügen. Seine Familie besitzt eine Wasserquelle in den Bergen. Dort hat Makarios seine eigene kleine Wasserfabrik gebaut: den Familienbetrieb „Stagona Agrou“.

Schon oft haben die großen Konzerne bei ihm vor der Tür gestanden, ihm viel Geld geboten. Doch er will auf keinen Fall verkaufen. Um gegen die Großkonzerne zu bestehen, muss er sich etwas einfallen lassen: Er beliefert mit seinem Wasser auch kleinste Cafés und Privatpersonen und hat eigene Wassertankstellen errichtet, an denen sich die Einwohner sauberes Wasser zapfen können. Er ist täglich unterwegs, um neue Kunden zu gewinnen, die in Zukunft bei ihm statt bei den Großkonzernen kaufen.

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