Bilanz ziehen

Eigene Stärken und Schwächen annehmen

Gesellschaft | sonntags - Bilanz ziehen

Die eigenen Stärken und Schwächen annehmen: Am Ende des Jahres schauen viele Menschen zurück auf das vergangene Jahr und ziehen eine Bilanz, die manchmal sehr gemischt ausfällt. Wie damit umgehen?

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.12.2018, 12:24

Am Ende des Jahres schauen nicht nur Medien, sondern auch viele Menschen zurück auf das vergangene Jahr und ziehen eine Bilanz, die allgemein oder persönlich manchmal sehr gemischt ausfällt. Uns interessiert in der letzten Sendung des Jahres 2013: Wie schafft man es, zwischen dem, was man erreicht hat und dem, was man erreichen wollte, eine Balance zu finden? Wie kann man zufrieden sein mit sich und seinen eigenen Stärken und Schwächen? Kann man „vom Scheitern Siegen lernen“? Wie kann eine Bilanz aussehen am Lebensende?

Am Ende des Jahres häufen sich die Jahresrückblicke: Wer waren die „Menschen 2013“? Welche Katastrophen des vergangenen Jahres beschäftigen uns bis heute? Was passierte politisch - und was bedeutet das für die Bürger?

Das große Zurückschauen

Aber: Warum ist das so, dass wir gerne zurückblicken? Was bedeutet das Ritual des „Jahresrückblicks“ eigentlich? Warum brauchen wir dieses Ritual am Ende eines jeden Jahres? Denn auch persönlich blicken viele von uns bilanzierend zurück.

Für "sonntags" tut dies der Fernsehkoch Kolja Kleberg, der im Jahr 2013 viel von dem erreicht hat, was er geplant hatte. Vielleicht verrät er ja, welches Gericht und welche Speisen er im Rückblick auf das Jahr 2013 besonders erwähnenswert findet.

Auch der Detmolder Literaturwissenschaftler und Philosoph Sven Stemmer zieht für "sonntags" eine Bilanz: Er hat 2013 ein halbes Jahr in einem Bauwagen gelebt, der auf dem Campus der Hochschule Ostwestfalen-Lippe steht. „Es geht um die Frage, wie viel man zum Leben braucht”, erklärt Stemmer sein Experiment. Brauchen wir wirklich immer das neueste Smartphone? PLACEHOLDERMüssen wir unbedingt zehn Jeanshosen im Schrank haben? Wie wenig ist genug? Wie viel ist wirklich nötig? In den Tagen vor Weihnachten hat er das Experiment beendet.

Die 74-jährige Ärztin Dr. Elisabeth Herz hat in Kamerun inzwischen ihre dritte Augenklinik eröffnet. Obwohl sie längst das Rentenalter erreicht hat, arbeitet sie unermüdlich daran, verarmten und kranken Menschen in dieser vergessenen Region der Welt zu helfen. Wir wollen wissen - was hat sie erreicht in ihrem Leben, und welche Bilanz zieht sie?

Christiane zu Salm ist nicht nur eine bekannte Medienmanagerin, sondern sie geht regelmäßig in Hospize und hat sich mit Ende 30 sogar zu einer Sterbebegleiterin ausbilden lassen. Darüber hat sie jetzt ein Buch geschrieben, das in Jahr 2013 erschienen ist. Welche Bilanz zieht sie selbst in der Mitte ihres Lebens - und welche Bilanz ziehen Sterbende? Und hat sie für ihr eigenes Bilanzieren von den Sterbenden gelernt?

Und ein Blick nach vorn

Wenn wir zurückblicken, dann geht es nicht um die Vergangenheit, behauptet der Pfarrer und Karrikaturist Werner Tiki Küstenmacher. Warum es uns beim Zurückschauen eigentlich nur um die Zukunft geht, erklärt er, während er für uns in seiner "Tikimation" einen Comic zeichnet.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet