Kleine Fluchten

Warum Freiräume so wichtig sind

Gesellschaft | sonntags - Kleine Fluchten

Viele haben wenig Zeit - und träumen davon, andere Dinge zu erleben, als sie der tagtägliche Trott bietet. Vom Erobern von Freiräumen erzählt "sonntags" am 12. Januar.

Beitragslänge:
29 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.01.2019, 14:09

Menschen mit Kindern und Beruf haben wenig Zeit - doch auch sie träumen manchmal davon, andere Dinge zu erleben, als sie der tagtägliche Trott bietet. Auch Menschen im Ruhestand brauchen Freiräume, um den langweiligen Alltag hinter sich zu lassen - kleine Fluchten führen mitten in den Matsch oder auf den Rücken von Pferden, sie führen aber auch in die Welt der Bücher oder aus der Sucht. Vielleicht sind kleine Fluchten lebensnotwendig, denn sie können uns helfen, uns selbst zu finden.

Sauna
Kleine Fluchten können auch schlicht sein: Aus dem Winter in die Sauna. Quelle: imago

Der Begriff Flucht ist zunächst wenig positiv besetzt - ein überstürzter Aufbruch, ein Ende des Lebens wie es war und ein erzwungener Neuanfang an einem anderen Ort. Aber die "Flucht light" ist eine Option des Handelns, die viele von uns viel zu selten nutzen. Statt selber an einer Situation zu leiden oder andere leiden zu lassen, ist es manchmal ratsam, einfach diese Situation zu entschärfen, indem man schlicht geht. Eine kleine Flucht. Sie kann willkommene Abwechslung vom Alltag sein. Wie die kleine Flucht gelingen kann - und was sie mit einer Flucht aus Syrien, dem Hunger, vor Katastrophen noch gemeinsam hat, lesen Sie in der Bilderserie. Andere kleine Fluchten und Menschen, die sie wagen stellen wir Ihnen in "sonntags" vor:

Spaß im Matsch - warum ein Grafikdesigner Querfeldeinrennen liebt

Oliver Gehrking trainiert für die Querfeldein-Meisterschaften. Er liebt es, sich wie ein Maulwurf mitten durch Schlamm und Dreck zu wühlen. Er freut sich dabei, "als Erwachsener wieder zum Kind zu werden".


Auf der Suche nach dem Glück - die Weltreise der Maike van den Boom

Maike van den Boom ist eigentlich eine alleinerziehende Mutter, die an der Uni in Köln arbeitet. Kürzlich hat sie eine größere kleine Flucht unternommen: mit ihrer Tochter hat sie eine Weltreise unternommen und dabei mit Menschen in vielen Ländern Video-Interviews geführt. Das Thema der Interviews war jeweils die Suche nach dem Glück. Daraus ist ein Buch entstanden, das demnächst erscheinen wird.


Kleine Flucht in den Sattel - eine Anwältin und ihre Liebe zu den Pferden

Andrea Greiner arbeitet oft am Schreibtisch mit Akten. Aber bevor sie ins Büro geht, reitet sie am frühen Morgen. Kein Stress, sondern pure Entspannung, sagt sie: "Für diese Zeit, wo ich auf dem Pferd sitze, sind diese beruflichen Dinge raus aus dem Kopf. Das heißt, die Konzentration gilt nur dem Pferd."


Abenteuer im Kopf - wenn Bücher Menschen in ihren Bann ziehen

Mitten in der kalten Jahreszeit gelingen viele Menschen kleine Fluchten beim Lesen spannender Bücher. Wie verändert sich das Leben, wenn aus "normalen Menschen" Leseratten werden? Wir stellen Leseratten vor, die als Buchhändler ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben und wissen, was es bedeutet, in Buchwelten abzutauchen.


Malen statt Trinken - Bilder, die die Macht der Drogen brechen

Wolfgang Geyer  ist Ex-Junkie und alkoholkrank. Er versucht, mit selbstgemalten Bildern seine Flucht aus Heroin und Alkohol zu verarbeiten. Im vergangenen Jahr hat er sein Talent wieder gefunden und hundert Bilder gezeichnet, die sogar ausgestellt wurden.


TikiMation: Gute Orte der Phantasie

Menschen in einer sehr belastenden Situation haben oft Skrupel, von dort wegzugehen. Umso mehr brauchen sie kleine Fluchten, meint Tiki Küstenmacher und zeichnet einen Comic.

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