Mehr als Honig

Buchtipps zum Leben der Bienen

Gesellschaft | sonntags - Mehr als Honig

Millionen Bienen verenden 2008 am Oberrhein. Imker Christoph Koch verliert damals seinen ganzen Bestand: 233 Bienenvölker. Doch was ist der Grund für das große Bienensterben?

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.09.2019, 13:12

Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier in Deutschland (nach Rind und Schwein). Vielen wird das erst bewusst, seit Nachrichten vom Bienensterben die Runde machen. Pestizide, Monokultur und Krankheiten machen den Bienen zu schaffen. Zugleich entdecken immer mehr Menschen ihre Liebe zu den Bienen und halten Bienenstöcke jetzt immer öfter auch in der Stadt. Allein in Hamburg soll es 550 Stadtimker geben, in Berlin zählt man 750. Kann die neue Liebe zum Imkern den Bienen helfen?

Bienen auf Wabe
Fleißige Bienen auf einer Wabe. Quelle: Dapd/Volker Hartmann

„Tod im Bienenstock“, „das Ende der Honigbiene“, Greenpeace fordert auf: „Rettet die Bienen“. Die Schlagzeilen über das weltweite Bienensterben überschlagen sich seit  Jahren. Was bedeutet das für uns? Müssen wir das Sonntagsbrötchen in Zukunft ohne Honig essen? Schade, aber irgendwie verkraftbar. Doch stellen Sie sich vor, Sie bestellen in ein paar Jahren im Restaurant ihren Lieblings-Hamburger. Der Haken: Es fehlen der Salat, die Zwiebeln, der Ketschup und sogar das Fleisch, weil die Kühe kein Klee mehr zu fressen haben. Übrig bliebe nur das trockene Weizenbrötchen. Na dann, guten Hunger!

Klingt sarkastisch, ist aber gar nicht so weit hergeholt. Jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen, verdanken wir der Bestäubungsarbeit der Bienen. Die Lage ist ernst: Je nach Land und Region sterben zurzeit 30 bis 70 Prozent der Bienenvölker. Wer oder was ist Schuld an dem Massentod der fleißigen Tierchen? Ist es die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe oder sind es doch die Pestizide?

Wie gut kennen Sie die Bienen?

Stellen Sie sich einmal vor, jede dritte Kuh läge tot auf der Weide. Der Aufschrei wäre groß. Aber dass die Bienen uns regelrecht unter den Händen wegsterben, ist den wenigsten Menschen bewusst. Die Honigregale im Supermarkt nebenan sind doch noch voll!

Vielleicht beginnt das Problem schon damit, dass wir die Bienen einfach zu wenig kennen – oder ihnen nur Klischees zuschreiben. So laufen etwa Kinder, aber auch viele Erwachsene – aus Angst gestochen zu werden - panisch weg, wenn sich ihnen eine Biene nähert. Abgesehen von der Kindheitsikone „Biene Maja“ scheinen wir mit der Welt und dem Werk der Honigbienen wenig vertraut.

Mensch und Bienen: Ein Ausblick

Auf eigene Faust die Bienen zu retten, verlangt keiner. Ein erster Erfolg wäre es schon, wenn sich jeder Einzelne darüber bewusst wird, was die Biene alles leistet. So könnte die Beziehung zwischen Mensch und Biene, die schon in der Steinzeit ihre Wurzeln hat, wieder ins Gleichgewicht kommen.



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