Sehnsuchtsort Alm

Buchtipps

Träumen Sie auch manchmal von einer Bergtour in den Alpen? Hoch oben auf den Gipfeln in die Ferne blicken? Wir stellen Ihnen Bücher vor über den Mythos Alpen und über die einzigartig wilde Natur dieser Region.

Buchcover: Wilde Alpen

Wilde Alpen

Von Bernd Ritschel, Tom Dauer

Hamburg, 2012

National Geographic, 224 Seiten

Die Alpen. Postkartenlandschaften mit schneebedeckten Wipfeln, jodelnden Einheimischen in Lederhosen, romantischen Berghütten und endlosen Skipisten. Viele werden wohl diese Bilder vor Augen haben, wenn sie an die Alpen denken. Dass abseits der gepflasterten Wege noch eine ganz andere Welt existiert, die von Menschenhand noch unberührt geblieben ist, zeigen der Fotograf Bernd Ritschel und der Autor Tom Dauer in ihrem Bildband „Wilde Alpen“. Angefangen von den bayrischen Bergen über Österreich bis hin nach Frankreich bewandern sie insgesamt sechs Alpenländer und erfassen eine Welt von unbeschreiblicher Schönheit.

Die technisch perfekten Fotografien zeigen Gämsen auf einer saftigen Sommerwiese oder lassen den Betrachter einem eilenden Steinbockrudel hinterherblicken. Neben steilen Schluchten lassen sich kleine, tosende Wasserfälle und Bergseen bewundern. Tom Dauers Texte ergänzen die Bilder als Impressionen bei den Aufnahmen. Gemeinsam lassen so Bild und Text die Atmosphäre vor Ort aufleben. So zeigt der Bildband uns, dass das Ungewöhnliche und Schöne gar nicht so fern liegen muss.

Wie der Zirkus in die Berge kam

Die Alpen zwischen Idylle und Rummelplatz

Von Karl Stankiewitz

München 2012

Oekom Verlag, 336 Seiten

Die Alpen. Wer denkt da nicht spontan an Kühe, saubere Luft und eine unbeschreiblich schöne Landschaft? Doch so sehr der Wunsch in einem wächst, den nächsten Urlaub dort (wieder) zu verbringen, so wichtig ist auch das Wissen, worunter die Bergregionen seit Jahrzehnten leiden. Denn die Alpen werden immer mehr vom Massentourismus überrannt. Längst sind die Hänge überbaut und übervölkert. Der Alpenjournalist Karl Stankiewitz beschreibt in seinem ernüchternden Buch, wie die Alpenregion seit den fünfziger Jahren systematisch ausgebeutet wurde und erst langsam die Einsicht einkehrt, dass es Grenzen für die Besiedlung und Bebauung dieser einzigartigen Landschaft geben muss. Eine Pflichtlektüre für jeden, der mit gutem Gewissen in die Alpen reisen will.

Bauen am Berg

Die Alpen des Landkreises Oberallgäu

Von Martin Stankowski

Lindenberg 2003

Kunstverlag Josef Fink, 360 Seiten

Was wären die Almen ohne ihre Alphütten? Diese ganz besonderen Baukonstruktionen gehören wie selbstverständlich zu dem Bild, das sich bei jeglichem Gedanken an die Alm einstellt. Ob ganzjährig bewohnt, oder durch Touristen, die sich nach einem Wandertag oder Skivergnügen auf den Pisten in die Hütten zurückziehen, um in wohliger Wärme zu einer großen Tasse Glühwein den Abend zu genießen. Alphütten faszinieren. Doch wie entstehen Alphütten, wie werden sie gebaut und warum werden sie so gebaut? All diese Fragen beantwortet der Publizist Martin Stankowski in seinem bisher einmaligen Übersichtswerk „Bauen am Berg“. Der Autor beschreibt die regionalen Ausprägungen und die geschichtlichen Hintergründe mit der Vorstellung von 600 Objekten aus 17 Alpregionen des Landkreises Oberallgäu. Als spezielles Übersichtswerk tragen Fotos, Pläne oder Detailzeichnungen zum Verständnis bei. Mit Hilfe der Karten lassen sich zudem die Hütten leicht auffinden und erwandern. Zweifelsohne das Standardwerk, wenn es um den Bau von Alphütten geht.

Almen und Alpen

Höhenkulturlandschaft der Alpen. Ökologie, Nutzung, Perspektiven

Von Alfred Ringler,

München 2009

Verein zum Schutz der Bergwelt (Hrsg.), 134 Seiten (Buch), 1448 Seiten (Langfassung auf CD), inkl. Abb., Tabellen und Karten

Wer mehr über die Kulturlandschaft der Alm erfahren will, muss dank Alfred Ringlers Monografie „Almen und Alpen“ nicht lange suchen. In ganzen 20 Jahren entstand das 1448 Seiten umfassende monumentale Nachschlagewerk über einen Lebensraum, der nur ein Drittel des Jahres genutzt werden kann und weit mehr ist als ein Touristenmagnet. Der Autor und Biologe Ringler erörtert sowohl die Geschichte der Alm als auch deren ökologische Nutzung, ergänzt sozioökonomische Analysen mit ausführlichen Statistiken. Auf Probleme wie die Überbauung wird genauso eingegangen wie auf die atemberaubende Landschaft, die sich dank Flora und Fauna seit vielen Jahrhunderten entwickelt hat und durch den Eingriff des Menschen aus dem Gleichgewicht gerät. All dies stellt der Autor auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau dar, ohne dass der Lesefluss getrübt wird. Das umfangreiche Werk wird als Buch in einer Kurzfassung (134 Seiten) und in vollständiger Langfassung auf CD-Rom geliefert. Dies schont den Geldbeutel, sorgt aber auch für eine enorme Nutzerfreundlichkeit bei der Recherche. Alles in allem eines der umfangreichsten Werke über die faszinierende Welt der Alpen.

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