Der Traum vom Eigenheim

Und die Zukunft des Wohnens

Ein Häuschen mit Garten steht bei den meisten Menschen ganz oben auf dem Wunschzettel des Lebens. Für jeden vierten Haushalt in Deutschland ist dieser Traum schon Realität. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß? Die Zukunft des Wohnens sieht anders aus, sagen Trendforscher. Wir stellen Ihnen Bücher über Traumhäuser, Architekten und die Tücken des Bauens vor.

Es klingt nach einer guten Nachricht: Laut Statistischen Bundesamt wohnen 28 Prozent der rund 40 Millionen Privathaushalte in einem eigenen Einfamilienhaus. Nimmt man Eigentumswohnungen dazu, leben sogar 43 Prozent aller Haushalte in den eigenen vier Wänden.

Allerdings, geben die Statistiker zu bedenken, "gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland": Während in den neuen Ländern und Berlin nur 31 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden lebten, waren es im früheren Bundesgebiet 46 Prozent. Dabei wohnten 23 Prozent der ostdeutschen, aber 30 Prozent der westdeutschen Haushalte in einem eigenen Einfamilienhaus.

Wie wir wohnen

"Das Eigenheim steht immer noch für Wohlstand und freie Entfaltung", sagt Prof. Michael Voigtländer, Immobilienexperte beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln. "Allerdings haben sich die Präferenzen geändert." Die Menschen zieht es zunehmend in die Städte, viele Studien belegen das. Sie wollen dorthin, wo ihr Job ist, kurze Wege und eine gute Infrastruktur, ein großes Freizeitangebot und ein schnelles Internet.

Neutra-Haus in Mörfelden
Neutra-Haus in Mörfelden Quelle: G. Petrich

Wie wohnen die Deutschen heute? Das war eine der wichtigsten Fragen beim Zensus von 2011. Seit die Ergebnisse 2013 publiziert wurden, steht fest: Die durchschnittliche Wohnung in Deutschland ist 90,1 Quadratmeter groß und hat 4,4 Zimmer. Die meisten Wohnungen (knapp 43 Prozent) wurden zwischen 1949 und 1978 gebaut. 0,8 Prozent der Wohnungen in unserem Land haben weder eine Badewanne noch eine Dusche und auch keine Toilette.

Trend zum Teilen

Und wie sieht die Zukunft des Wohnens aus? Das Frankfurter Zukunftsinstitut von Matthias Horx hat dazu kürzlich eine Studie publiziert. Haupttrend sei "eine intelligentere Nutzung von Raum", erklärt Geschäftsführer Andreas Steinle. Statt um den eigenen Garten kümmert man sich mit den Nachbarn um eine gemeinsame Grünfläche; statt ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten mietet man sich bei Bedarf in einem Gemeinschaftsbüro ein. Statt Haben und Horten heißt es in Zukunft immer öfter: "Teilen und Tauschen".

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