Urlaub von der Zivilisation

Die Wiederentdeckung der Wildnis

Gesellschaft | sonntags - Urlaub von der Zivilisation

Joerg Urbschat und Thorsten Schlaberg haben sich zum Ziel gesetzt, wieder ohne große Ausrüstung in die Natur zu gehen und die einfachen Techniken des Lebens und Überlebens in der Wildnis zu erlernen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.07.2018, 14:17

In den Sommerferien zieht es viele zur Erholung in die Natur und in die zahlreichen Nationalparks, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in Deutschland entstanden sind. Das Sonntags-Team besucht den Nationalpark Hainich in Thüringen, ein kleines Stück Urwald mitten in Deutschland, wo die Natur seit 1997 sich selbst überlassen ist. Außerdem geht es in der Sendung um die Frage, was ein Pharmaunternehmen in der Wildnis des Brasilianischen Regenwaldes sucht und wie ein Leben in der Natur ohne hoch-technisierte Ausrüstung möglich ist.

Sonntags-Moderatorin Andrea Ballschuh macht sich auf Entdeckungsreise und geht der Frage nach, warum die Natur uns wieder so wichtig geworden ist und warum es sich lohnen sollte, der Wildnis mehr Raum zu geben.

Auf Entdeckungstour im Urwald

Urwald im Nationalpark Hainich
Im Nationalpark Hainich bleibt der Wald sich selbst überlassen. Quelle: Nationalpark Hainich/Thomas Stephan


Der Nationalpark Hainich ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet in Deutschland, das sich selbst überlassen, also „wild“ ist. Es bietet seinen Besuchern ein Stück unberührte Natur in der geografischen Mitte Deutschlands. Zu DDR-Zeiten wurde der Wald und die umliegenden Flächen als Militärübungsgelände genutzt.


Heute bietet der Nationalpark Einblicke in das Leben von Pflanzen und Tieren im Wald. Seit mehreren Jahren leben auch wieder Wildkatzen im Nationalpark, von denen einige in einem eigenen Gehege beobachtet werden können.

Die Wildnis nutzen

Jaborandi-Pflanze
Die Jaborandi-Pflanze produziert Pilocarpin nur im Regenwald. Quelle: ZDF


Weltweit sind nur noch etwa 17 Prozent der Erdoberfläche vom Menschen ungenutzt. Dort gibt es noch "echte" Wildnis. Zum Beispiel in Teilen des Amazonas-Regenwaldes. Die Sendung zeigt ein Schutzprojekt, bei dem sich die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim zusammen getan haben.

Ziel des Projektes ist der Schutz der Jaborandi-Pflanze, aus deren Blättern der Wirkstoff Pilocarpin gewonnen wird. Mit diesem Wirkstoff kann der Grüne Star behandelt werden, aber die Pflanze lässt sich nicht züchten, sondern entwickelt den Wirkstoff nur in ihrem heimischen Ökosystem. Um den Pilocarpin-Nachschub zu sichern, muss der Regenwald also vor der Abholzung bewahrt werden.

Die Wildnis erleben

Laubhütte im Harburger Wald bei Hamburg
In dieser Laubhütte wollen die Männer die Nacht verbringen. Quelle: ZDF


Die Outdoor-Branche gehört zu den großen Gewinnern der vergangenen Jahre. Viele Outdoor-Artikel, sagen Kritiker, sind aber gar nicht notwendig. Die Sendung zeigt Männer, die sich zum Ziel gesetzt haben, wieder ohne große Ausrüstung in die Natur zu gehen und die einfachen Techniken des Lebens und Überlebens in der Wildnis zu erlernen.

Dieser Bewegung "zurück zu den Wurzeln" geht es auch darum, eine Haltung zu finden, die die Natur nicht zu einem fremden Gegenüber macht. Die Wildnis soll wieder ein Teil des Lebens sein und wir Menschen uns als ein Teil der Natur erfahren können.


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