Wie viel Heimat braucht das Glück?

Vom Bleiben und unterwegs sein

Was ist Heimat? Ein Ort oder doch eher ein Gefühl? Und wo zieht es Sie hin, immer nach Hause oder eher in die weite Welt? Machen Sie den Test und finden es heraus!

Die Welt wird immer kleiner, der Ferntourismus bringt uns alle Ecken der Erde näher – und die Globalisierung macht uns alle zu Weltbürgern. Brauchen wir da Heimat eigentlich noch? Was ist sie uns wert? Was macht sie aus?

Trachten und Mode

Will man sich der Tümelei entziehen, kann Ausgangspunkt dieser Spurensuche der Flughafen München sein, wo viele Menschen Heimat zurücklassen, in die Heimat zurückkommen – und auch manche Menschen ihre Heimat haben. Für sonntags trifft Andrea Ballschuh dortMenschen, die das Thema Heimat aus unterschiedlicher Perspektive beleuchten. So erläutert Alexander Wandinger, Leiter des Trachteninformationszentrums des Bezirks Oberbayern, der Trachtenvereine bei der Fortentwicklung ihrer Heimattracht berät, warum Heimatgefühl so erfolgreich vermarktet wird, wo Heimat anfangen und aufhören kann – und zeigt auf, was Mode und Tracht gemeinsam haben und was nicht.


Im Gespräch mit Gabriele Pace, Pfarrerin und Seelsorgerin am Flughafen München, erfährt Andrea Ballschuh, warum der Flughafen manchmal ein Un-Ort ist – und was man diesem Gefühl der Heimatlosigkeit entgegensetzen kann. Außerdem treffen wir Jonathan Brown, der vor rund 30 Jahren aus den USA kam und sich im Allgäu niedergelassen hat. Wir begleiten Udo Stürmer, der nicht nur Direktor eines der Hotels am Münchner Flughafen ist, sondern diesen auch zu seiner Heimat auf Zeit gemacht hat.

Heimat für Künstler und Asylbewerber

Und wir statten dem Grandhotel Cosmopolis in Augsburg einen Besuch ab, wo derzeit eine neue Heimat für Künstler, Gäste und Flüchtlinge entsteht. Ein Team Ehrenamtlicher und Künstler will in einem ehemaligen Altenheim im Herzen Augsburgs ein gesellschaftsveränderndes Projekt zwischen Bürgerinitiative, Künstlerquartier und Völkerverständigung, eine Heimat für Künstler, zahlende Gäste und Asylbewerber schaffen: Die ersten Künstler haben das ehemalige Altenheim schon bezogen, die ersten Hotelzimmer sind renoviert, internationale Gäste haben sich auch schon eingefunden – und im Sommer sollen die ersten Asylbewerber offiziell einziehen. Der Hausherr, das Diakonische Werk Augsburg, ist begeistert – und das Projekt hat jetzt schon eine Menge Preise eingeheimst.

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