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Richtiges Verhalten bei einer Autopanne

Warndreieck

Alte und schwache Batterien sind die häufigste Ursache für Pannen. Dies geht aus der aktuellen Statistik des ADAC hervor. Der Automobilclub informiert zudem darüber, wie man sich bei einer Panne verhält, um die eigene Sicherheit nicht zu gefährden.

Datum:
15.02.2019
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Bei 42 Prozent aller Pannen im Straßenverkehr im Jahr 2018 war die Batterie schuld – eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der ADAC führt dies darauf zurück, dass die Fahrzeuge, die in Deutschland zugelassen sind, immer älter werden.

Mit 19 Prozent sind Motorprobleme die zweithäufigste Pannenursache, auf Platz drei folgen  Schwierigkeiten mit Lenkung, Karosserie, Bremsen, Fahrwerk oder Antrieb. Die Pannenhelfer rückten nach eigenen Angaben insgesamt 3,93 Millionen Mal aus, nur ein Zehntausendstel davon waren Einsätze an Elektroautos.  

Verhalten bei einer Panne

Wer mit seinem Auto liegenbleibt, sollte die Ruhe bewahren und das Fahrzeug möglichst sicher abstellen, etwa am rechten Fahrbahnrand, auf dem Standstreifen oder bestenfalls auf einem Parkplatz, rät der ADAC. Beim Ausrollen (Warnblinkanlage einschalten!) und Aussteigen (Warnweste bereits im Auto anziehen!) ist es besonders wichtig, auf den fließenden Verkehr zu achten und nur auf jener Seite auszusteigen, die dem Verkehr abgewandt ist. Nicht die Fahrbahn überqueren und einen sicheren Warteplatz suchen, an dem sich alle Insassen bis zum Eintreffen der Hilfe aufhalten können – etwa hinter der Leitplanke. Der ADAC empfiehlt, für alle Mitfahrer Warnwesten im Auto zu haben, nicht nur für den Fahrer.

Um das Warndreieck aufzustellen, sollte man am äußersten Fahrbahnrand entlang oder hinter der Leitplanke dem Verkehr entgegenlaufen, das aufgeklappte Warndreieck dabei etwa auf Brusthöhe vor sich hertragen. Bei Kurven und Erhöhungen sollte das Warndreieck immer davor aufgestellt werden. Als Richtwerte für die empfohlene Entfernung gelten im Stadtverkehr etwa 50 Meter, auf der Landstraße etwa 100 Meter. Auf der Autobahn sollte das Warndreieck mindestens 150 Meter vom liegen gebliebenen Fahrzeug entfernt aufgestellt werden. Ein geöffneter Kofferraum warnt den nachfolgenden Verkehr zusätzlich. Anschließend den Pannennotruf per Telefon oder Notrufsäule absetzen.

Von der Autobahn abfahren

Schon bei den ersten Anzeichen, etwa einer aufblinkenden Warnlampe oder merkwürdigen Geräuschen, rät der ADAC Autofahrern von der Autobahn abzufahren oder das Fahrzeug nach rechts auf den Standstreifen zu steuern und das Warnblinklicht einzuschalten. Man solle nicht versuchen, das Auto selbst zu reparieren, denn damit bringe man sich leichtfertig in Gefahr.

Wer auf der linken Fahrspur liegen bleibt, sollte zur Mittelleitplanke hin aussteigen und entlang der Leitplanke nach hinten gehen. Auf vielen Autobahnabschnitten gibt es doppelseitige Schutzplanken, zwischen denen man zumindest etwas sicherer ist. Vor dem Auto zu warten, sei keine gute Idee, mahnt der ADAC: Fährt ein Auto auf das liegen gebliebene Fahrzeug auf, wird es nach vorne geschoben. Gefährden das stehende Fahrzeug, verlorene Ladung oder Fahrzeugteile den Verkehr, sollte die Polizei unter 110 zur Absicherung bzw. Bergung verständigt werden.

Mit Material von ADAC, dpa, afp

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