Die Romanows

Drei Jahrhunderte Herrschaft

Um das Herrschergeschlecht der Romanows ranken sich viele Mythen und Legenden. Große Namen brachten sie hervor und waren am Ende dennoch dem Untergang geweiht.

Keine andere Familie hat Russland so geprägt wie die Romanows. Drei Jahrhunderte lang herrschte die Zarendynastie über das größte Land der Erde. Mit Heiratspolitik, Waffengewalt und diktatorischer Härte manifestierten die Romanows ihre Macht. Mythen und Legenden ranken sich um das Herrschergeschlecht. Große Namen sind mit ihm verbunden - verehrt und gefürchtet gleichermaßen.

Starke Persönlichkeiten

Peter der Große modernisierte das Land und machte es zur europäischen Großmacht. Mit Katharina der Großen eroberte eine Deutsche den russischen Zarenthron. Mit Verstand und ohne Skrupel wurde sie zur mächtigsten Frau der Welt. Unter Nikolaus II. ging das Zarenreich unter. Der letzte Zar, seine Familie und seine treuesten Diener wurden in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 umgebracht. Es war einer der brutalsten politischen Morde des 20. Jahrhunderts. In ganz Russland machten die Bolschewiken in jenen Tagen Jagd auf Angehörige der Romanow-Familie. 18 Mitglieder der Dynastie und zahllose Menschen aus ihrem Umfeld fielen ihnen zum Opfer. Doch einige konnten rechtzeitig außer Landes fliehen. Rund 60 Angehörige der Zarenfamilie leben heute über die ganze Welt verstreut.

Prinz Dimitri
Prinz Dimitri blickt auf seine Familiengeschichte zurück Quelle: zdf


Die Filmemacher besuchten die Nachfahren der Romanows. Prinz Michael von Kent empfing sie im Kensington Palast. Persönlich und kenntnisreich blicken auch die hochbetagten Brüder Prinz Nicholas und Prinz Dimitri auf die Familiengeschichte zurück. Bis heute begleitet sie das Schicksal der Zarenfamilie, zu dessen Aufklärung sie aktiv beigetragen haben. Wie es gelungen ist, den Jahrhundertmord mit all seiner Brutalität und den vielen Rätseln aufzuklären, berichtet Chefermittler Wladimir Solowjow eindrucksvoll. Zeugnis vom einstigen Leben am russischen Zarenhof legt Xenia Sfiris ab, die Großnichte des letzten Zaren. Sie erzählt von den Erinnerungen ihrer Großeltern an die Zarenfamilie und den Zarenflüsterer Rasputin, der im Haus ihrer Großeltern  - unter Mitwirkung ihres Großvaters  - ermordet wurde.

Seltene Einblicke

Wie wichtige Schlüsselereignisse sich im Zarenreich zugetragen haben, dokumentiert der Film bildstark. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Russlands. Von ausgenommener Schönheit präsentieren sich in St. Petersburg die Romanow-Paläste als steinerne Zeugen von einstiger Macht und unermesslichem Reichtum, während in Jekaterinburg die Narben der Vergangenheit vom Massaker an der Zarenfamilie noch immer gegenwärtig sind. Selbst hinter den Pforten des Moskauer Kremls, wo einst die Geschichte der Romanow-Herrschaft begann, gelangen seltene Aufnahmen aus dem Zentrum der Macht.


Die Dokumentation spannt den Bogen von der Blütezeit der Herrscherfamilie bis zum Vermächtnis der Romanows. Anhand ausgewählter Biografien reflektiert der Film mit Hilfe aufwändiger szenischer Rekonstruktionen und CGIs die Geschichte des zaristischen Russlands und beschäftigt sich mit der Frage, wie die 300-jährige Herrschaft der Romanows das Land bis heute prägt. Auf spannende und unterhaltsame Weise wird dabei auch der Ursprung der heutigen Machtverhältnisse ergründet. Denn das Erbe der Zaren ist im heutigen Russland noch deutlich spürbar. Auch der aktuelle Kreml-Herrscher bedient sich mancher Symbole und Visionen vergangener Zarenherrlichkeit.

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