Königliche Dynastien: Die Welfen

Schloss der Welfen

Gesellschaft | ZDF Royal - Königliche Dynastien: Die Welfen

Die Welfen gelten als das älteste Fürstenhaus Europas. Einst regierten sie über das Britische Empire und das Königreich Hannover. Den Anspruch auf den Thron gaben sie nie auf.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 19.07.2016, 20:25 - 21:10
Verfügbarkeit:
Video verfügbar ab 25.12.2016, 10:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Die Autorin Annette von der Heyde porträtiert herausragende Herrscherfiguren der Dynastie. Sie sprach mit Familienmitgliedern wie Erbprinz Ernst August und Georg Prinz von Hannover sowie Historikern über Aufstieg und Fall der Welfen.

Die Welfen gründeten Städte wie München und Lübeck und hinterließen der Nachwelt großartige Schlösser und Kulturgüter. Eine reiche Familie, die auch heute noch von sich reden macht: Seit das Oberhaupt der Welfen, Ernst August Prinz von Hannover, 1999 Caroline von Monaco geheiratet hat - seine zweite Ehefrau - ist er aus den Schlagzeilen deutscher Boulevardblätter nicht mehr wegzudenken.

Sein Sohn, Erbprinz Ernst August, der in London aufgewachsen ist, hat in den vergangenen Jahren die Verwaltung der deutschen Besitztümer übernommen und zeigt sich heute mehr und mehr in der Öffentlichkeit. Längst hat er seinen Beruf als Banker aufgegeben und widmet sich nun ganz dem Familienerbe. Eine schwierige Entscheidung, sagt der junge Mann im Interview mit dem ZDF, aber es habe sich gelohnt: "Ich ahnte nicht, wie spannend und vielschichtig meine neue Aufgabe sein würde."

Luftaufnahmen von der Marienburg und vom Welfen-Exilschloss Cumberland in Gmunden am Traunsee sowie szenische Sequenzen zu entscheidenden historischen Momenten ergänzen das facettenreiche Bild einer selbstbewussten Königsfamilie, die im Lauf der Epochen immer wieder um den Erhalt von Macht und Einfluss kämpfte.

Zur Dynastie zählen Männer wie Heinrich der Löwe, der im 12. Jahrhundert als Fürst mächtiger erschien als der Kaiser selbst. Die Könige, die - in Personalunion mit England - über 123 Jahre auf der britischen Insel und in Deutschland regierten. Oder der blinde König Georg V., der, 1866 von den Preußen besiegt, ins Exil nach Österreich floh.

Dessen Enkel Ernst August, der die einzige Tochter von Kaiser Wilhelm II. heiratete und dafür das kleine Herzogtum Braunschweig erhielt, musste seine Residenz nach nur fünf Jahren während der Revolution 1918 wieder aufgeben. Später soll der abgedankte Fürst gute Geschäfte mit den Nazis gemacht haben. Erbprinz Ernst August hat unlängst eine unabhängige Historikerin mit der Aufarbeitung der Familiengeschichte während der NS-Zeit betraut.

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