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Neue Regeln für Lebensmittel

In Produkten wie Pommes, Keksen oder Brot ist der Stoff Acrylamid. Zu viel Acrylamid ist für den Menschen gesundheitsschädlich. Deswegen führt die EU neue Regeln für einige Lebensmittel ein.

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Chips und Pommes - das isst fast jeder gerne. Die meisten wissen auch, dass beides ziemlich fettig ist und deswegen ungesund. Doch Chips und Pommes sind noch aus einem anderen Grund ungesund. Oft enthalten sie den Stoff Acrylamid. Acrylamid entsteht aus Stärke. Viele Lebensmittel, die wir jeden Tag essen, enthalten Stärke: zum Beispiel Brot, Müsli und Reis. Besonders viel Stärke steckt in Kartoffeln.

2018 soll eine neue EU-Vorgabe für Pommes frites kommen.
Pommes sollten nicht zu dunkel und knusprig sein. Quelle: Anja Mia Neumann/dpa

Eigentlich ist Stärke nichts Schlimmes - ganz im Gegenteil: Unser Körper braucht sogar Stärke. Zum Problem wird die Stärke erst, wenn sie stark erhitzt wird, zum Beispiel beim Frittieren. Dabei entsteht nämlich Acrylamid. Geringe Mengen Acrylamid sind für den Menschen nicht schädlich. In größeren Mengen kann Acrylamid aber wohl schwere Krankheiten wie Krebs auslösen.

Kartoffeln im Kochtopf
Kartoffeln im Kochtopf vorkochen, bevor Pommes daraus werden. Quelle: dpa

Die EU-Kommission hat jetzt neue Regeln aufgestellt. Sie treten am 11. Dezember in Kraft und gelten zum Beispiel für Restaurants. Dort sollen beispielsweise Kartoffelsorten mit wenig Stärke verarbeitet werden. Außerdem sollen Köche Kartoffeln kochen und so Stärke aus ihnen auswaschen, bevor sie zu Pommes weiterverarbeitet und frittiert werden. Zum Beispiel Restraurants und Imbissbuden haben noch bis zum 11. April Zeit, um sich auf die neuen Regeln einzustellen. Erst dann müssen sie umgesetzt werden.

Tipps gegen Acrylamid

Acrylamid entsteht beim Erhitzen. Pommes und Plätzchen sollten also nicht zu braun und knusprig werden. Denn: Je dunkler die Speisen werden, umso mehr steigt der Acrylamid-Gehalt.

Auf diese Dinge könnt ihr achten:

  • Die Fritteuse bei Pommes nicht über 175 Grad Celsius einstellen.
  • Backofen-Pommes sollten maximal bei 200 Grad gebacken werden.
  • Lieber die dickeren Pommes zubereiten, bei ihnen entsteht weniger Acrylamid.
  • Kartoffeln sollten dunkel, aber nicht im Kühlschrank gelagert werden. Denn in zu kalt gelagerten Kartoffeln entsteht beim Erhitzen besonders viel Acrylamid.
  • Auch Kartoffeln, die grüne Stellen haben, bilden viel Acrylamid und sollten deshalb nicht verwendet werden.


Am besten lässt sich Acrylamid natürlich reduzieren, wenn man auf Pommes oder Chips verzichtet.

Das Problem mit Acrylamid - logo! erklärt:

ZDFtivi | logo! - Acrylamid

Wie entsteht dieser Stoff und warum ist er gefährlich? logo! erklärt es euch noch einmal im Video.

Videolänge:
1 min
Datum:

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