Sie sind hier:

Neue Regeln für Lebensmittel

In Produkten wie Pommes, Keksen oder Brot ist der Stoff Acrylamid. Zu viel Acrylamid ist für den Menschen gesundheitsschädlich. Deswegen gelten in der EU jetzt neue Regeln für einige Lebensmittel.

Datum:

Chips und Pommes - das isst fast jeder gerne. Die meisten wissen auch, dass beides ziemlich fettig ist und deswegen ungesund. Doch Chips und Pommes sind noch aus einem anderen Grund ungesund. Oft enthalten sie den Stoff Acrylamid. Acrylamid entsteht aus Stärke. Viele Lebensmittel, die wir jeden Tag essen, enthalten Stärke: zum Beispiel Brot, Müsli und Reis. Besonders viel Stärke steckt in Kartoffeln.

Acrylamid findet man zum Beispiel in Pommes oder Chips.
Pommes sollten nicht zu dunkel und knusprig sein. Quelle: Ina Fassbender/dpa

Eigentlich ist Stärke nichts Schlimmes - ganz im Gegenteil: Unser Körper braucht sogar Stärke. Zum Problem wird die Stärke erst, wenn sie stark erhitzt wird, zum Beispiel beim Frittieren. Dabei entsteht nämlich Acrylamid. Geringe Mengen Acrylamid sind für den Menschen nicht schädlich. In größeren Mengen kann Acrylamid aber wohl schwere Krankheiten wie Krebs auslösen.

Kartoffeln im Kochtopf
Kartoffeln im Kochtopf vorkochen, bevor Pommes daraus werden. Quelle: dpa

Die EU-Kommission hat deshalb neue Regeln aufgestellt. Seit Mittwoch treten diese Regeln in Kraft und gelten zum Beispiel auch für Restaurants. Dort sollen beispielsweise Kartoffelsorten mit wenig Stärke verarbeitet werden. Außerdem sollen Köche Kartoffeln kochen, bevor sie zu Pommes weiterverarbeitet und frittiert werden. So wird die Stärke aus den Kartoffeln sozusagen herausgewaschen. Ob Imbissbuden und Restaurants sich an diese Regeln halten, wird allerdings nicht streng kontrolliert. Bei Chips- und Pommesherstellern sieht das anders aus: Dort sollen Experten kontrollieren, ob die Hersteller sich an die Regeln halten.

Tipps gegen Acrylamid

Acrylamid entsteht beim Erhitzen. Pommes und Plätzchen sollten also nicht zu braun und knusprig werden. Denn: Je dunkler die Speisen werden, umso mehr steigt der Acrylamid-Gehalt.

Auf diese Dinge könnt ihr achten:

  • Die Fritteuse bei Pommes nicht über 175 Grad Celsius einstellen.
  • Backofen-Pommes sollten maximal bei 200 Grad (180 Grad bei Umluft) gebacken werden.
  • Lieber die dickeren Pommes zubereiten, bei ihnen entsteht weniger Acrylamid.
  • Kartoffeln sollten dunkel, aber nicht im Kühlschrank gelagert werden. Denn in zu kalt gelagerten Kartoffeln entsteht beim Erhitzen besonders viel Acrylamid.
  • Auch Kartoffeln, die grüne Stellen haben, bilden viel Acrylamid und sollten deshalb nicht verwendet werden.


Am besten lässt sich Acrylamid natürlich reduzieren, wenn man auf Pommes oder Chips verzichtet.

Das Problem mit Acrylamid - logo! erklärt:

ZDFtivi | logo! - Acrylamid

Wie entsteht dieser Stoff und warum ist er gefährlich? logo! erklärt es euch noch einmal im Video.

Videolänge:
1 min
Datum:

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!