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Adoption

Wenn Erwachsenen ein Kind adoptieren, nehmen sie es an, als ob es ihr eigenes Kind wäre.

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Adoption ist ein Wort aus der lateinischen Sprache und bedeutet "Annahme". Adoptiveltern sind nicht die leiblichen Eltern des Kindes, also die Eltern, die das Kind gezeugt haben. Trotzdem können sie ihr Adpotivkind genau so liebhaben wie ein eigenes Kind.

Familie mit adoptierten Kindern
Familie mit adoptierten Kindern Quelle: ap

Gleiche Rechte

Wird ein Kind adoptiert, hat es die gleichen Rechte wie Kinder, die in eine Familie hineingeboren werden. Es bekommt auch den Nachnamen der Adoptiveltern. Paare, die Adoptiveltern werden wollen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllen: Ein Elternteil muss mindestens 25 Jahre, der oder die andere mindestens 21 Jahre alt sein. Beide müssen ganz gesund sein. Außerdem müssen sie genug Geld verdienen, um gut für das Kind sorgen zu können.

Seit wann gibt es Adoption?

Adoptionen gibt es schon seit mehr als 2.000 Jahren. Damals nahmen vor allem reiche Paare Kinder an. Oft konnten sie selbst keine Kinder bekommen. Mit der Adoption wollten sie erreichen, dass ihre Familie weiter bestand. Heute geht es vor allem darum, gute Eltern für ein Kind zu finden.

Gründe für Adoptionen

Madonna mit ihrem Adoptivsohn
Die bekannte Sängerin Madonna mit ihrem Adoptivsohn Quelle: reuters

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Kind neue Eltern braucht. Zum Beispiel: Die leiblichen Eltern sind bei der Geburt des Kindes so jung, dass sie noch kein Kind großziehen können. Oder die Eltern sind sehr arm oder krank und geben deshalb ihr Kind zur Adoption frei. Bei anderen Kindern sind die Eltern vielleicht gestorben. Es gibt auch Kinder, die in neue Familien gebracht werden, weil sie von ihren leiblichen Eltern geschlagen und misshandelt wurden.

In Deutschland gibt es viel mehr Paare, die ein Kind adoptieren wollen, als Kinder, die neue Eltern brauchen. Manchmal warten Paare jahrelang auf ein Adoptivkind.

Kinder aus ärmeren Ländern

Manche adoptieren dann ein Kind aus ärmeren Ländern. Dort haben viele Kinder arme Eltern, die nicht gut für sie sorgen können. Auch wenn Naturkatastrophen passieren, wie das Erdbeben in Haiti, brauchen viele Kinder neue Eltern. Weil eine Adoption in Deutschland sehr lange dauert, sind manche Paare bereit, viel Geld zu bezahlen, um schnell ein Kind zu bekommen. Doch das führt zu neuen Problemen: In manchen Ländern gibt es Eltern, die so arm sind, dass sie ihre Kinder verkaufen. Man nennt das auch "Kinderhandel".

Kinderhandel stoppen

Um Kinderhandel zu stoppen, hat Deutschland 2001 einen Vertrag mit vielen Ländern unterschrieben: das Haager Übereinkommen. Darin steht, dass Adoptionen von Kindern aus anderen Ländern nach bestimmten Regeln ablaufen sollen. Wenn die leiblichen Eltern des Kindes noch leben, müssen sie mit der Adoption einverstanden sein. Ist ein Kind älter als 14 Jahre, kann es selbst entscheiden, ob es eine neue Familie will.

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