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Furcht vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich gerade von Ost- nach Westeuropa aus. Deutschland ist bis jetzt noch nicht betroffen. Doch vor allem Bauern sind besorgt.

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Eines vorneweg: Für Menschen ist die Afrikanische Schweinepest nicht gefährlich. Selbst wenn wir infiziertes Fleisch essen, passiert uns nichts. Ganz anders sieht das jedoch aus, wenn sich Schweine mit dem Virus anstecken: Meistens sterben sie innerhalb einer Woche. Das gilt sowohl für Wild- als auch für Stallschweine. Eine Impfung gibt es bislang nicht.

Afrikanische Schweinepest Wildschwein
In Deutschland leben Hunderttausende Wildschweine. Quelle: dpa

Woher kommt die Krankheit?

Die Afrikanische Schweinepest kommt ursprünglich aus Afrika - das lässt der Name ja bereits vermuten. Vor etwa zehn Jahren gelangte das Virus nach Georgien und breitete sich von dort nach und nach Richtung Westen aus. Mittlerweile gibt es auch Fälle in Polen und Tschechien, also in direkten Nachbarländern von Deutschland.

Was passiert, wenn die Krankheit in Deutschland ausbricht?

Vor allem Bauern, die Schweine halten, machen sich große Sorgen. Denn wenn die Afrikanische Schweinepest in Deutschland ausbricht, dürfte das Schweinefleisch in viele Länder nicht mehr verkauft werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur Wildschweine oder auch Stallschweine betroffen sind. Wird die Krankheit bei einem Schwein festgestellt, das in einem Stall lebt, müssen vorsichtshalber auch alle anderen Schweine dort getötet werden.

Wie stecken sich die Schweine an?

Deutsche Behörden warnen vor der Afrikanischen Schweinepest.
Mit solchen Schildern wird vor der Afrikanischen Schweinepest gewarnt. Quelle: Friso Gentsch/dpa

Anstecken können sich die Schweine zum Beispiel, indem sie infizierte Essensreste fressen. Experten sagen deshalb, dass man im Moment keine Wurst- oder Fleischwaren aus den betroffenen Ländern mit nach Deutschland bringen sollte. Das gilt zum Beispiel für LKW-Fahrer oder Reisende. Schon ein Wurstbrötchen kann eine Gefahr darstellen: Etwa wenn der Rest an einem Parkplatz weggeworfen wird. Denn auf der Futtersuche könnten Wildschweine die Reste finden und sich so anstecken. Experten fordern deshalb auch, an Parkplätzen und Raststätten sicher verschließbare Mülltonnen aufzustellen, die regelmäßig geleert werden.

Was wird sonst noch gefordert?

In Deutschland leben Hunderttausende Wildschweine. Bricht die Krankheit aus, könnte sie sich unter ihnen leicht verbreiten. Viele Bauern und Jäger meinen deshalb, dass mehr Wildschweine als bisher erschossen werden sollten. Je weniger Wildschweine es gibt, desto geringer sei die Ansteckungsgefahr, sagen sie. Tierschützer halten es allerdings für übertrieben, vorsichtshalber so viele Wildschweine zu töten.

Video

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Wie wird die Afrikanische Schweinepest übertragen und für wen ist sie gefährlich?

Videolänge:
1 min
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