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Sie kämpfen für Menschenrechte

Amnesty International ist eine Organisation, die sich auf der ganzen Welt für Menschenrechte einsetzt. Vor 60 Jahren wurde sie gegründet.

Datum:

Amnesty bedeutet auf Deutsch "Begnadigung" oder "Straferlass". Die Organisation will erreichen, dass Menschen gerecht behandelt werden. Darum beobachten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überall auf der Welt, ob die Menschenrechte eingehalten werden. Die erste Person hat damit vor 60 Jahren begonnen.

Gefangener
In einigen Ländern werden Menschen unterdrückt.
Quelle: ap

So ist Amnesty International vor 60 Jahren entstanden

Im Jahr 1961 gründete der britische Anwalt Peter Benenson die Organisation.
In diesem Jahr wurden zwei Studenten in Portugal verhaftet, weil sie auf Portugiesisch "Freiheit" riefen, als sie in einem Restaurant miteinander angestoßen haben. Das Land war zu dieser Zeit eine Diktatur, in dem der Herrscher Antonio de Oliveira Salazar das Sagen hatte. Die Erwähnung des Wortes "Freiheit" war in dieser Zeit in Portugal verboten, die beiden Studenten wurden verhaftet und mussten für sieben Jahre ins Gefängnis.

Peter Benenson las in der Zeitung von diesem Fall. Er fand die Situation sehr ungerecht und wollte den beiden Studenten helfen. Deshalb schrieb er in einer Zeitung über diese Ungerechtigkeit und ähnlichen Beispiele. Benenson rief die Leser dazu auf, ihre jeweiligen Regierungen anzuschreiben und die Freilassung von Menschen zu fordern, die zu Unrecht im Gefängnis saßen. So fanden immer mehr Menschen zusammen, die sich gegen Ungerechtigkeit einsetzen. Heute arbeiten mehr als 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf der ganzen Welt für Amnesty International.

So arbeitet Amnesty International

Jedes Jahr veröffentlicht die Organisation einen Bericht über die Lage der Menschenrechte weltweit. Darüber informieren dann auch viele Medien im Internet und in Zeitungen, im Radio und Fernsehen. So erfährt die ganze Welt, wenn ein Land gegen die Menschenrechte verstößt. Dadurch können dann Politikerinnen und Politiker aus anderen Ländern Druck ausüben, damit das Land etwas ändert. Amnesty International ist weltweit die größte Organisation, die sich für Menschenrechte einsetzt.

Die Organisation arbeitet unabhängig von der Politik und der Wirtschaft, sie ist eine sogenannte "Nichtregierungsorganisation", was mit NGO abgekürzt wird. Ihr Geld bekommt sie durch Spenden und Beiträge ihrer Mitglieder.

Das sind die Ziele von Amnesty International

Amnesty International setzt sich auch dafür ein, dass die Menschen überall gleich behandelt werden. Denn in vielen Ländern werden Mädchen und Frauen unterdrückt und haben nicht die gleichen Rechte wie Jungen und Männer. Zu oft kommt es auch vor, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder Herkunft schlechter behandelt werden als andere.

Die Organisation fordert Gerechtigkeit und will erreichen, dass alle Menschen die gleichen Chancen auf ein freies Leben haben. Außerdem müssen manche Menschen besonders beschützt werden, da sie von der Regierung oder anderen politischen Gruppen in ihrem Land verfolgt und bestraft werden. Dabei handelt es sich oft um Personen, die sich aktiv für ihre Rechte stark machen und die Regierung kritisieren, also zum Beispiel Anwältinnen und Anwälte oder Journalistinnen und Journalisten. Amnesty International macht auf ihre Schicksale aufmerksam.

Durch Aktionen wie Unterschriftensammlungen erzielte die Organisation schon große Erfolge. Es konnten zum Beispiel Menschen, die zu Unrecht im Gefängnis saßen, befreit werden.

Abschaffung der Todesstrafe

Eine weitere wichtige Forderung ist die Abschaffung der Todesstrafe. In manchen Ländern der Welt können Gerichte jemanden, der ein Verbrechen begangen hat, zum Tode verurteilen, also töten lassen. Das ist sehr grausam und deswegen in den meisten Ländern schon verboten. Amnesty International setzt sich dafür ein, dass alle Länder die Todesstrafe abschaffen.

Kritik an Amnesty International

Amnesty International Kerze
Zeichen von Amnesty International
Quelle: pr

Es gibt auch Dinge, die bei Amnesty International schieflaufen. An der Organisation wurde in der Vergangenheit zum Beispiel kritisiert, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter sehr harten Bedingungen arbeiten müssen, sie unter großem Stress leiden und es ihnen deshalb sehr schlecht gehe. Dies stand in einem Bericht von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der im Jahr 2019 erschienen ist. Dort wurde auch geschrieben, dass die Chefs und Chefinnen von Amnesty International sich in Zukunft besser um die Menschen kümmern müssen, die für sie arbeiten. Diese müssen sich schließlich jeden Tag mit schrecklichen Dingen beschäftigen, weswegen Unterstützung bei der Arbeit umso wichtiger für sie ist.

Diesen Text haben Anna, Amelie und Fränzi geschrieben.

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