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Wenn Antibiotika nicht mehr wirken

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Na, niesen, schnäuzen und husten um euch herum schon wieder viele? Die Erkältungssaison ist gestartet – und mit ihr sind die Wartezimmer in den Arztpraxen wieder ziemlich voll. Doch bei vielen Krankheiten wissen Ärztinnen und Ärzte gar nicht genau, ob sie durch Viren oder Bakterien ausgelöst worden sind.

Grafik Erklärstück
Oft wissen Ärzte gar nicht, ob die Krankheit von Viren oder Bakterien kommt.
Quelle: ZDF

Um sicherzugehen und dafür zu sorgen, dass die Patientinnen und Patienten schnell wieder gesund werden, verschreiben einige Ärzte trotzdem recht schnell Antibiotika, das sind Medikamente, die gegen Bakterien helfen können. Aber eben nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Die allermeisten Erkrankungen der Atemwege, also Rotznasen, Husten und entzündete Nasennebenhöhlen, werden durch Viren ausgelöst. Und gegen die helfen gar keine Antibiotika.

Trotzdem verschreiben manche Ärzte Antibiotika, obwohl sie gar nicht sicher sind, ob die Krankheit überhaupt etwas mit Bakterien zu tun hat. Oft wäre es viel besser, sie würden erstmal versuchen, den Patienten anders zu helfen oder auch erstmal abwarten, ob die Krankheit ohne Antibiotika besser wird, sagen Experten. Denn wenn zu oft unnötig Antibiotika verschrieben werden, kann das irgendwann gefährlich werden. Denn das kann dazu führen, dass Antibiotika dann, wenn man sie wirklich dringend braucht, nicht mehr wirken. Warum, das erklärt logo! euch im folgenden Video.

ZDFtivi | logo! -
So werden Bakterien resistent
 

Wisschenschaftler warnen, dass man vorsichtiger mit Antibiotika umgehen muss - denn sonst kann es passieren, dass sie irgendwann nicht mehr wirken. logo! erklärt, warum.

Videolänge
1 min

Was man als Patient tun kann

Um sicher zu gehen, dass man wirklich Antibiotika braucht, ist es oft ganz gut, sich eine zweite Meinung zu holen. Also auch mal einen anderen Arzt zu fragen. Vor allem einen, der auf die Krankheit spezialisiert ist. Wenn der Kinderarzt zum Beispiel vorsichtshalber Antibiotika verschreibt, weil er eine Entzündung tief innen im Ohr entdeckt hat, dann kann man sich bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine zweite Meinung holen. Der hat oft noch bessere Instrumente, um zu schauen, wie schlimm es wirklich steht und kann gut einschätzen, ob Antibiotika wirklich nötig sind, oder ob man es erstmal noch ohne versuchen kann.

Bild Ohrenarzt
Fachärzte können oft besser einschätzen, ob Antibiotika wirklich nötig sind.
Quelle: imago53461820h

Warum es nicht einfach neue, wirksame Antibiotika gibt

Firmen, die Medikamente herstellen, forschen zwar nach neuen Antibiotika, allerdings ist diese Forschung sehr teuer und die Firmen verdienen damit auch wenig Geld. Deshalb lohnt es sich für die Firmen nicht so sehr, viel Zeit und Geld in die Antibiotika-Forschung zu stecken.

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