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Antisemitismus in Deutschland

Seit es im Nahen Osten wieder mehr Kämpfe gibt, kommt es auch in Deutschland zu antisemitischen Aktionen. Feindschaft und Hass gegen Juden gibt es in Deutschland schon lange.

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Antisemitismus ist Feindschaft gegen Juden. Wenn Menschen Juden gegenüber feindlich eingestellt sind, zeigen sie das zum Beispiel durch Beschimpfungen, Lügen, Ausgrenzung oder auch Gewalt. Das passiert im Alltag, wenn sich Menschen begegnen, aber auch bei größeren Aktionen, zum Beispiel bei Demonstrationen.

Das ist in Deutschland passiert

Seit gut einer Woche kommt es immer wieder zu antisemitischen Vorfällen. Zum Beispiel ist das hier passiert:

  • In Mannheim versuchte ein Unbekannter eine Scheibe einer Synagoge, also eines jüdischen Gotteshauses, zu zerstören.
  • In Solingen und Berlin wurden israelische Flaggen verbrannt oder gestohlen.
  • In Gelsenkirchen und Hannover löste die Polizei Demonstrationen auf, bei denen judenfeindliche Sätze gerufen wurden.

Wie es zu diesen Hass-Aktionen kommt

Antisemitismus gibt es immer wieder. Auslöser für die vermehrten Hass-Aktionen sind wohl die Kämpfe im Nahen Osten, genauer gesagt in Israel und den palästinensischen Gebieten.

In diesem Artikel erfahrt ihr, was genau dort gerade los ist:

Israel, Jerusalem: Palestinänsische Demonstranten und israelische Sicherheitskräfte geraten aneinander.

logo! - Warum im Nahen Osten gerade gekämpft wird  

Hier erfahrt ihr was dort los ist

ZDFtivi

Judenfeindlichkeit gibt es in Deutschland schon lange

Besonders grausam war die Judenfeindlichkeit in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Unter der Herrschaft von Adolf Hitler wurden mehr als sechs Millionen Juden verfolgt und ermordet. Heute verbietet das Grundgesetz, in dem die wichtigsten Regeln und Gesetze für Deutschland stehen, Antisemitismus.

Reaktionen auf die Hass-Aktionen

Die meisten Menschen in Deutschland sind entsetzt über die Hass-Aktionen der vergangenen Tage. Sie kritisieren die antisemitischen Demonstrationen und Angriffe auf Synagogen stark. Und auf Demonstrationen fordern sie ein Ende des Antisemitismus, wie hier am Samstag in Leipzig.

Demo gegen Antisemitismus in Leipzig
In Leipzig halten Demonstranten ein Transparent mit der Aufschrift "Antisemitismus bekämpfen".
Quelle: Dirk Knofe/dpa

Auch die Politikerinnen und Politiker im Bundestag in Berlin verurteilen die antisemitischen Aktionen deutlich. Am Mittwoch haben viele von ihnen dazu Reden gehalten. Bundesaußenminister Heiko Maas zum Beispiel sagte:

Auf unseren Straßen darf es keinen Zentimeter Platz geben für Antisemitismus. Niemals und nie wieder.

Angriffe auf Synagogen und ähnliche Aktionen sind in Deutschland eine Straftat. Die Politiker und Politikerinnen in Deutschland möchten sich jetzt noch mehr für die Sicherheit der Juden einsetzen. Zum Beispiel sollen Synagogen noch stärker bewacht werden, so dass die Menschen besser geschützt sind.

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