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50 Jahre Rückkehr der Apollo 13

Am 17. April 1970 kehrte die "Apollo 13"- Mission auf die Erde zurück. Dazu wäre es fast nicht gekommen. Die Astronauten überlebten den Flug nur knapp.

Datum:

Den Namen Neil Armstrong habt ihr bestimmt schon einmal gehört. Schließlich ist er einer der berühmtesten Astronauten aller Zeiten, und vor allem war er der erste Mensch auf dem Mond. Diese Mondlandung 1969 war die Raumfahrtmission mit dem Namen "Apollo 11". Mehr darüber erfahrt ihr, wenn ihr hier klickt.

Aber kennt ihr auch die "Apollo 13"-Mission? Auch dieser Versuch, den Mond zu erreichen, ist berühmt geworden. Denn er wäre fast schiefgegangen. 

Apollo 13
Die "Apollo 13"-Mission beim Start der Rakete
Quelle: dpa

Was war passiert?

Im April 1970, also fast ein Jahr nachdem Neil Armstrong auf dem Mond war, schickte die NASA wieder eine Rakete zum Mond. An Bord waren die Astronauten Jim Lovell, Jack Swigert und Fred Haise. Auch sie sollten auf dem Mond landen. Ihr Auftrag war es, wissenschaftliche Experimente durchzuführen und Mondgestein zur Untersuchung mit zur Erde zu nehmen. Doch die "Apollo 13"-Mission hat es nie auf den Mond geschafft.

Etwas ging gewaltig schief

Fast zweieinhalb Tage nach dem Start gab es ein Problem. Bis dahin war alles super gelaufen: Das Raumschiff war auf dem richtigen Kurs und hatte auch schon den größten Teil des Weges geschafft. Doch plötzlich gab es einen lauten Knall und die drei Astronauten wurden ziemlich durchgeschüttelt. Nach einem kurzen Schreck meldeten sie sich beim Kontrollzentrum in Houston in den USA. 

Houston, wir hatten hier ein Problem!
Jack Swigert, Astronaut

Später stellte sich heraus, dass ein Kurzschluss die Explosion verursacht hatte. Durch die Explosion wurde das Raumschiff schwer beschädigt. Schnell war klar, eine Mondlandung würde es nicht geben. Es gab jetzt ein viel größeres Problem: Wie sollten die drei Astronauten wieder sicher zurück zur Erde kommen? Weil das Raumschiff stark beschädigt war, gab es nicht mehr genug Atemluft, Wasser und Strom. Einfach zu wenden und zur Erde zurückzukehren, war nicht möglich. Dazu wäre sehr viel Treibstoff nötig gewesen - viel mehr als im Raumschiff vorhanden.

Gefährliches Rettungsmanöver

Apollo 13
Apollo 13
Quelle: ap

Die Expertinnen und Experten in Houston entwickelten einen Plan. Dieser war allerdings sehr gefährlich: Das Raumschiff sollte weiter bis zum Mond fliegen, diesen umrunden und durch das Kraftfeld des Mondes genug Schwung bekommen, um zur Erde zurückzufliegen. Das bedeutete aber, dass die Astronauten sich mit einem kaputten Raumschiff erst einmal weiter von der Erde wegbewegen mussten. Doch damit nicht genug.

Die Astronauten mussten in die Mondfähre umsteigen, um zu überleben. Die Mondfähre ist eine Art kleineres Raumschiff, das eigentlich für die Erkundung des Mondes gedacht war. Dort funktionierte zwar die Luftversorgung, aber es gab nur wenig Essen und Wasser.

Überleben in der Fähre

Die Crew war gezwungen, die Vorräte streng einzuteilen, vor allem das Wasser war extrem knapp. Dadurch waren die Astronauten ziemlich hungrig und durstig. Dann kam noch ein Problem dazu: Die Luft in der Mondfähre musste gefiltert werden, um nicht giftig zu sein. Aber die eingebauten Filter waren irgendwann überlastet und giftige Gase gelangten in die Fähre.

Unter riesigem Zeitdruck wurde im Kontrollzentrum in Houston eine Bauanleitung für einen Filter entwickelt. Besonders genial daran: Er bestand nur aus Plastiktüten, Pappe, Klebeband und Socken. Viel mehr hatten die Astronauten auf dem Raumschiff nämlich nicht zur Verfügung. Die Astronauten bekamen also vom Kontrollzentrum eine Bauanleitung und bastelten einen Luftfilter, der tatsächlich funktionierte.

Zum Glück ging alles gut

Apollo 13 Landekapsel
Apollo 13 Landekapsel
Quelle: ap

Der Plan ging auf und die Astronauten konnten schließlich in die Landekapsel umsteigen und landeten im pazifischen Ozean -  so wie es auch ursprünglich geplant war. Dort wurden sie von einem Schiff eingesammelt und als Helden gefeiert. Die Landung war am 17. April 1970, und auf der ganzen Welt wurde darüber berichtet.

1995 gab es sogar einen Kinofilm der die Geschichte der "Apollo 13" erzählte. Mitgespielt haben unter anderem die Hollywoodstars Tom Hanks und Kevin Bacon.

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