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Geburtstag trifft auf Skandal: 100 Jahre AWO

Die Arbeiterwohlfahrt - kurz AWO - kümmert sich um bedürftige Menschen. Im Moment steht sie allerdings in der Kritik.

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Der 100. Geburtstag der AWO wird gerade ein bisschen überschattet – von vielen negativen Schlagzeilen in der Presse. Dabei geht es um einen möglichen Skandal bei der AWO in Frankfurt. Der Frankfurt-Chef und andere dort sollen ziemlich hohe Gehälter bekommen haben. Sie sollen also viel mehr Lohn gezahlt bekommen haben, als eigentlich üblich ist. Zum Beispiel die Ehefrau des Frankfurter Oberbürgermeisters, die eine AWO-Kindertagesstätte leitet. Sie soll neben einem hohen Gehalt auch noch einen Dienstwagen – also ein Auto – bekommen haben.

Im Moment sind das erst mal nur Vorwürfe – jetzt muss erst mal ermittelt und geprüft werden, ob das alles wahr ist. Wenn ja, dann wäre das ziemlich schlecht für das Ansehen der AWO. Dort arbeiten ja viele Freiwillige, die gar kein Geld für ihre Arbeit bekommen, und es geht vor allem darum, armen Menschen zu helfen. Sehr hohe Gehälter und teure Dienstwagen passen nicht wirklich in dieses Bild – und wären auch nicht sehr gerecht. Der Frankfurt-Chef ist außerdem am Donnerstag zurückgetreten. Sein Vorgesetzter, der Chef der AWO in Deutschland, möchte jetzt, dass dieser Skandal so schnell wie möglich aufgeklärt wird.

Was macht die AWO?

Vor 100 Jahren ist die Arbeiterwohlfahrt gegründet worden. Wohlfahrt, das hat nichts mit Fahren zu tun sondern eher mit „gut gehen“. Die Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO, kümmert sich nämlich um Menschen, denen es nicht so gut geht. Doch in letzter Zeit ist die AWO oft wegen etwas ganz anderem in den Schlagzeilen.

Am 13.12.1919, vor 100 Jahren, gründete Marie Juchacz zusammen mit anderen die Arbeiterwohlfahrt. In dieser Zeit gab es viel Elend und Armut in Deutschland – der Erste Weltkrieg war gerade mal ein Jahr vorbei. Die AWO sollte den Menschen, die nach dem Krieg leiden mussten – zum Beispiel an Hunger – helfen. Für sie gab es zum Beispiel AWO-Volksküchen, wo Hungernde versorgt wurden, aber auch Beratungsstellen.

Hier könnt ihr euch noch mal in Ruhe anschauen, warum die Arbeiterwohlfahrt vor 100 Jahren gegründet wurde.

logo! - Was ist die AWO? 

AWO steht für Arbeiterwohlfahrt. Um was es dabei genau geht, erklären wir euch!

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Auch heute, lange nach dem Krieg, hilft die AWO immer noch bedürftigen und benachteiligten Menschen. Und zwar in ziemlich großem Stil: Es gibt mehr als 18.000 Einrichtungen und Dienste von der AWO in Deutschland, wo Menschen ganz unterschiedliche Unterstützung bekommen können.  Dazu gehören etwa Heime, Tagesstätten, Beratungsstellen oder Pflegedienste. Rund 318.000 Mitarbeiter und Freiwillige arbeiten für die AWO. Ihr kennt die Arbeit der AWO vielleicht aus ihrem eigenen Jugendwerk. Das setzt sich speziell für Kinder und Jugendliche ein und organisiert zum Beispiel Kinder- und Jugendgruppen sowie Ferienfreizeiten.

Wohlfahrt in Deutschland

Das, was die Arbeiterwohlfahrt macht, nennt man auch „Wohlfahrtspflege“. Neben der AWO gibt es auch noch fünf andere große Organisationen in Deutschland, die sich für hilfsbedürftige oder benachteiligte Menschen einsetzen. Diese sind:

  • der Caritasverband
  • das Diakonische Werk
  • der Paritätische Wohlfahrtsverband
  • das Rote Kreuz
  • die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden

Diese Wohlfahrtsverbände sind super wichtig für unsere Gemeinschaft, weil sie vielen Menschen in Deutschland helfen. In den Einrichtungen und Diensten arbeiten rund 1,4 Millionen Menschen. Dazu engagieren sich schätzungsweise 2,5 bis 3 Millionen ehrenamtlich. Was Ehrenamt ist, seht ihr im Video.

logo! - Was bedeutet Ehrenamt? 

Und wieso ist es wichtig, dass es das gibt?

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